Staatliches
Museum für Völkerkunde
München
Kunst und Kultur aus Afrika
• Asien • Amerika • Ozeanien
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Dauerausstellungen
| Netzwerk Exotik.
150 Jahre Völkerkundemuseum München |
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Kunst aus Afrika. Themen der Künstler
Dauerausstellung,
2. OG
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Lateinamerika.
Archäologie aus Südamerika und Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala
Dauerausstellung, 2. OG
Die Ausstellung befindet sich derzeit im Umbau. Die Räume Archäologie aus Lateinamerika und
Identität und Wandel. Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala: Die Sammlung Avitabile sind bereits wieder zu besichtigen. |
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| Indianer Nordamerikas. Leben zwischen Eismeer und Büffelgras
Dauerausstellung,
2. OG |
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| Der Orient. Zum Staunen so nah
Dauerausstellung, 1. OG |
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Ozeanien
- Weltbilder der Südsee
Dauerausstellung, 1. OG |
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"Netzwerk Exotik.
150 Jahre Völkerkundemuseum München"
In seiner Jubiläumsausstellung präsentiert das älteste Völkerkundemuseum Deutschlands die Anfänge des Hauses und seinen ersten Konservator Moritz Wagner, eine schillernde Gelehrten-Persönlichkeit des 19. Jahrhunderts.
1862 wurde Moritz Wagner (1813-1887) von König Maximilian II. mit der Aufgabe betraut, die bislang an mehreren Orten in München verwahrten ethnographischen Objekte und Sammlungen zusammenzutragen und eine Präsentation für die Öffentlichkeit vorzubereiten.
Dank Wagners Tatkraft erhielt das Publikum in München schon ab 1868 Zugang zu Schätzen aus den privaten Sammlungen der Wittelsbacher und zu Kostbarkeiten aus der berühmten Brasilien-Sammlung der Forschungsreisenden Johann Baptist von Spix und Carl Friedrich Philipp von Martius sowie der Japan-Sammlung des Arztes Philipp Franz von Siebold.
Dass Netzwerke keine Erfindung des 21. Jahrhunderts sind, bewies der hochaktive Wagner. Er stand mit vielen führenden Wissenschaftlern seiner Zeit im Austausch, darunter Alexander von Humboldt, Charles Darwin, Ernst Haeckel und Justus von Liebig.
Die Jubiläumsausstellung ermöglicht anhand von neu entdeckten Dokumenten und prachtvollen Exponaten das Eintauchen in Zeit und Atmosphäre der abenteuerlichen Reisen und Bekanntschaften eines Mannes, den einst die Begegnung mit dem „bunten afrikanischen Leben“ vom Kaufmann zum sammelnden Wissenschaftler werden ließ. Erstaunlichstes „Nebenprodukt“ seiner Reisen nach Mittel- und Südamerika war die Beschreibung des Verlaufs des später zwischen 1881 und 1914 auf dieser Grundlage gebauten Panamakanals.
Neben Schätzen aus den hauseigenen Beständen sind Leihgaben aus der Archäologischen Staatssammlung und der Zoologischen Staatssammlung München zu bewundern.
[hier können Sie den Flyer herunterladen] PDF, 1 MB
21.6. bis 31.12.2012
Di bis So 9.30 bis 17.30 Uhr
Eintritt 6 Euro, ermäßigt 5 Euro
Begleitbuch mit Beigaben 15 Euro
Kinderprogramm „Max und Moritz“ in der Werkstatt der Kulturen
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Michaela Appel
Telefon +49 (0)89 210 136 139
michaela.appel@mfv.bayern

Moritz Wagner,
Porträt von Franz Hanfstaengl, um 1860
© Stadtmuseum München
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Brustschmuck in Form eines Raubvogels
Panama, Chiriquí, vorkolumbisch,
Slg. Moritz Wagner, vor 1862

Straußenei, Südafrika
Slg. Karl von Scherzer auf der Novara Expedition, vor 1859

Modell eines Reisewagens Indien
Slg. Xaveria Berger, vor 1862

Zuckerdose
Syrien, Aleppo
Slg. Theodor Bischoff, vor 1870

Chilkat-Schurz
Nordamerika, Nordwestküste, Tlingit, 1830-40
Slg. Leuchtenberg, vor 1858

Modell des Taj Mahal in Agra
Indien
Slg Xaveria Berger, vor 1861
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Kunst aus Afrika. Themen der Künstler
Die Ausstellung
ist zugänglich, befindet sich aber im Umbau
Höfische Bronzekunst aus dem Reich Benin, Palastpfosten der Yoruba, Kraftfiguren aus der Kongoregion, Masken von Mali bis Tansania: Die Afrika-Sammlung des Münchner Museums gehört zu den weltweit bedeutendsten ihrer Art. Nicht von ungefähr suchten die „Blauer Reiter“-Künstler Franz Marc und Wassili Kandinsky hier Inspiration für eigene Arbeiten.
Groß ist das Spektrum der in der Ausstellung zu entdeckenden Werke: Die ältesten Bestände entstammen der Kunstkammer der Wittelsbacher Könige und umfassen filigrane Elfenbeinschnitzereien aus Westafrika. Die neuesten Werke hingegen wurden von bedeutenden zeitgenössischen Künstlern wie Romuald Hazoumé, Sokari Douglas Camp, George Afedzi Hughes oder Senam Okudzeto geschaffen.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Stefan Eisenhofer, Tel. +49 (0)89 210 136 138
stefan.eisenhofer@mfv.bayern.de
Afrika im Ohr. Hörgeschichten von Jugendlichen
Woher weiß eigentlich die Vogelspinne, wann der Häuptling stirbt? Welche Geschichte erzählt die Trommel? Welche Magie geht von der Kraftfigur aus? Im Rahmen des neues Projekts "Afrika im Ohr" der Stiftung Zuhören in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk haben zwanzig Jugendliche Antworten darauf gefunden. Hören Sie rein - holen Sie sich Afrika ans Ohr!
Die zwanzig Schüler bereiten sich bei der Münchner Volkshochschule auf ihren Schulabschluss vor und kommen aus unterschiedlichen Kulturen.
Für die Produktion der Hörstücke für das Staatliche Museum für Völkerkunde haben die Jugendlichen drei Monate recherchiert, Hör-spielszenen geschrieben und Interviews geführt. Ihre Gesprächs-partner waren der Trommler Tola Sholana, der Profifußballer Eke Uzoma, der Pfarrer Hans Knöpfli und der Ethnologe Stefan Eisenhofer. In den Studios des Bayerischen Rundfunks saßen die Schüler dann selbst als Sprecher, Rapper oder Sängerin am Mikrofon. Entstanden sind acht sehr unterschiedliche Hörstücke.
Afrika im Ohr ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Zuhören, des
Bayerischen Rundfunks, des Staatlichen Museums für Völkerkunde München
und der Münchner Volkshochschule. Mehr und Hörbeispiele >>> |
english

Kraftfigur aus der Yombe-Region, Anonymus, Dem. Rep. Kongo, 2.Hälfte 19. Jhd.
Neu in der Afrika-Dauerausstellung!

Sprechender Schuh "La Source" (2009) von AmouzouGlikpa (geb. 1960, Togo)
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Lateinamerika. Archäologie aus Südamerika und
Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala
Die Ausstellung befindet sich derzeit im Umbau.
Die Räume Archäologie aus Lateinamerika und
Identität und Wandel. Textilien der Maya aus dem
Hochland von Guatemala: Die Sammlung Avitabile
sind bereits wieder zu besichtigen.
Im ersten Raum sind Keramiken und Objekte aus Gold, Silber, Holz und anderen Materialien zu sehen. Sie stammen aus Fundstätten an der Küste und im Andengebiet des Alten Peru. Die frühesten keramischen Funde reichen bis 1500 v.Chr. zurück. Es handelt sich meist um Grabbeigaben und rituelle Gegenstände. Die Kulturen der Moche, Nasca, Tiahuanaco-Huari und der Inka sind dabei besonders gut dokumentiert.
Die Inka eroberten erst ab 1450 n.Chr. die verschiedenen Kulturen des Alten Peru und gliederten sie in ihr Reich ein. Dieses erstreckte sich bei Ankunft der Spanier im Jahr 1532 über 4000 Kilometer von Ecuador im Norden bis nach Chile im Süden. Kostbare Objekte erzählen von der Götterwelt, von Kampf und Krieg, von Pflanzen, Tieren, Bodenbau und Handwerk.
Der zweite Raum ist der farbenfohen Webkunst des guatemaltekischen Hochlandes gewidmet, die zu der bedeutendsten und vielfältigsten in ganz Lateinamerika zählt. Sie besticht durch ihre aufwendigen Webtechniken und Muster. Frauen stellen die Textilien auf dem Rückengürtelwebgerät her. Dazu zählen huipils genannte Blusen, Gürtelbänder und Tücher. Männer weben auf dem Trittbrettwebstuhl Stoffe für Röcke, Hosen und Hemden.
Die traje, also die traditionelle Kleidung, ist Ausdruck für die kulturelle Identität der Maya. Sie spiegelt politische, soziale und religiöse Umstände wider. Ihre Wurzeln reichen bis weit in die vorspanische Zeit zurück. Zahlreiche Faktoren trugen im Laufe der Jahrhunderte zu Veränderung und Wandel der Webkunst bei, doch die Maya verstanden es, diese bis heute lebendig zu erhalten.
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Textilien aus der Sammlung Giuseppe und Gunhild Avitabile, die in den Jahren 1984 bis1986 entstand. Im Jahr 2006 erhielt das Staatliche Museum für Völkerkunde die Sammlung als großzügige Schenkung.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok, Tel. +49 (0)89 210 136 136
elke.bujok@mfv.bayern.de
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Kalkbüchse in Form einer Fledermaus,
Peru, Tiwanaku, ca. 750 n.Chr.
Keramikgefäß, Moche Kultur,
Peru, ca. 450 n.Chr.


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Indianer Nordamerikas. Leben zwischen Eismeer und Büffelgras
Die Vielfalt der
Traditionen der Indianer und Eskimo und die Vielschichtigkeit ihrer Anpassung
an die Umwelt sind zentrale Themen dieser Ausstellung. Nicht nur Jäger,
Sammler und Fischer bevölkerten den Kontinent bei Ankunft der Europäer,
sondern es wurden auch verschiedene Arten des Anbaus betrieben. Da der
Hauptteil der Sammlungen mit den Reisenden des 19. Jhs. ins Museum kam,
konzentriert sich die Darstellung auf diese Zeit. Der Bezug zur Gegenwart
wird durch die Werke zeitgenössischer Künstler hergestellt.
Die geheimnisvollen Masken der Nordwestküstenindianer bilden einen weiteren
Schwerpunkt. Sie führen den Besucher in die mythische Welt der Urzeit,
in die komplexe Welt der schamanistischen Rituale.
Die heutige indigene Gesellschaft ist durch eine in europäischen
Museen einmalige Sammlung zeitgenössischer Specksteinskulpturen der
Inuit (kanadische Eskimo) präsent, die für eine moderne Umsetzung
überlieferter Inhalte steht.
Zu thematischen Schwerpunkten wie Religion, Kommunikation, Konflikte,
Frauen- und Männerarbeit, Kindererziehung und der Beziehung zur Umwelt
sind jeweils Exponate aus verschiedenen Kulturen und Zeiten Nordamerikas
zu sehen.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Wolfgang Stein
+49 (0)89 210 136 176
wolfgang.stein@mfv.bayern.de |

Rabenrassel Nordwest-Küste

Männerhemd, Plains, 19. Jh. |
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Der Orient. Zum Staunen so nah
Welches allgemeine Verständnis
von der Welt haben Muslime? Wie sieht ihr Weltbild aus? Welche Faktoren
bestimmen die Identität der Muslime?
Zunächst soll der Mensch ein Diener Gottes sein und im Einklang
mit den göttlichen Geboten leben - in einer Welt, die ihm als
gute Schöpfung von dem Allmächtigen und Barmherzigen überantwortet
wurde. Aufgrund der Religion des Islam, die aktives Handeln fördert,
haben Muslime vor allem eine weltbejahende Lebenseinstellung. Diese
Weltzugewandtheit und Tatkraft geht auf den arabischen Propheten
und Religionsstifter Muhammad (um 570-632 n. Chr.) zurück,
der in Medina die im heiligen Buch des Koran geoffenbarten Grundlagen
des sozialen Lebens beispielhaft umsetzte. Dazu gehören wesentlich
die islamischen Ideale der Gerechtigkeit (adl), des Mitleids
und Ausgleichs (ihsan) sowie der Aneignung von Wissen (ilm).
Als Fundament des Glaubens enthält der Koran aber auch Nahrung
für die Seele des Menschen. Spiritualität prägt daher
sowohl religiöse Vorstellungen und Praktiken, als auch künstlerische
Ausdrucksformen und Alltagskultur in ihren unterschiedlichen lokalen
Zusammenhängen. Die Dauerausstellung bietet in diesem Sinne
eine Einführung in Religion, Kunst und Lebensformen der vom
Islam geprägten Kulturen zwischen Atlas und Indus.
Der erste Themenbereich
der Ausstellung behandelt die religiöse Welt des Islam.
Religiöse Gegenstände kennzeichnen die Bedeutung von Glaube
und Gebet - als Visitenkarte des Islam dient insbesondere die monumentale
Fliesenfassade einer Moschee aus Pakistan (Mitte 17. Jahrhundert).
Die Präsentation der Kunst der muslimischen Welt erfolgt
im zweiten Raum unter den Leitformen von Kalligraphie, floraler
und geometrischer Ornamentik sowie figürlichen Darstellungen.
Meisterwerke und Kostbarkeiten islamischer Kleinkunst vom 9. bis
zum 19. Jahrhundert verdeutlichen das Prophetenwort "Gott ist
schön und liebt die Schönheit!" Bei den Künstlern,
die diese Schönheit sichtbar (und hörbar) machen, handelt
es sich vielfach um Sufis und Derwische.
Im dritten Teil der Dauerausstellung wird die Lebenswelt der
Muslime am Beispiel der Regionalkultur des pakistanischen Pandschab
gezeigt. Eine großflächige Architekturinszenierung mit
einem marmornen Gartenpavillon, der Wandverkleidung eines Heiligenschreins,
Grabstelen, Hausportalen, Fenstern und dem Innenhof eines Stadthauses
vermitteln als Erlebnisraum ein lebendiges Bild der Alltagskultur
zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.
In der anschließenden Ravi Gallery werden im Wechsel
kleine Studio-Ausstellungen zu verschiedenen Themen muslimischer
Kulturen gezeigt.
Bis April 2010 können Sie die Sonderschau Sufi Poster Art aus Pakistan besuchen.
Wissenschaftliche Auskunft:
Professor
Dr. Jürgen Wasim Frembgen
Tel. +49 (0)89 210 136 141
juergen.frembgen@mfv.bayern.de
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Standartenaufsatz in Form
einer Segenshand
Karachi/Pakistan, 1.Hälfte 20.Jh.
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Die Orient-Abteilung des Münchner Völkerkundemuseums
hat sich an dem bundesweiten Projekt Schule@Museum: Virtuell und
Interkulturell beteiligt, das vom Deutschen Museumsbund, dem Bundesverband
Museumspädagogik und dem Bund Deutscher Kunsterzieher initiiert
wurde. Im Rahmen unserer Islam-Dauerausstellung haben Lehrer und
Schüler das Potenzial unseres Museums als Ort vielfältigen
kulturellen und künstlerischen Lernens entdeckt. Bitte ersehen
Sie Näheres unter der Website www.culturalive.de/schule-museum.
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Ozeanien
- Weltbilder der Südsee
Zu
den bedeutendsten Schätzen des Staatlichen Museums für Völkerkunde
München zählen die umfangreichen Südsee-Sammlungen, die
seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren. Die frühesten Bestände
stammen aus Polynesien, und einige dieser seltenen und begehrten Objekte
gehen auf die Zeit von Captain Cook, d.h. auf die Zeit vor dem Kontakt
der Inselbewohner mit Europäern zurück. Die umfangreichsten
der qualitätvollen Sammlungen stammen aus der Kolonialzeit des Deutschen
Reiches in Melanesien und Mikronesien, und wurden zwischen 1884 und 1914
zusammengetragen.
Die neue Ausstellung
zeigt Objekte aus Indonesien, Melanesien, Mikronesien und Polynesien unter
dem Blickwinkel "Weltbilder". Das riesige Gebiet der pazifischen
Inseln ist geprägt durch einen gemeinsamen Lebensraum und durch gemeinsame
kulturelle Wurzeln. Die Menschen leben von Fischfang und Landwirtschaft,
und viele der Gebrauchsgegenstände lassen in der Gestaltung Aspekte
ihres Weltbildes erkennen. Die Lebenden sind in ihrem Fortbestehen und
Wohlergehen abhängig von den Ahnen, die in menschlicher Gestalt,
aber auch als Tiere, besonders Schlangen, Eidechsen und Krokodile dargestellt
werden und durch Opfergaben geehrt werden müssen. Während der
Initiation werden die jungen Männer in die Welt der Ahnen und des
Urzeitgeschehens eingeführt und zum erstenmal mit mythischen Wesen
konfrontiert, die sich in phantasievollen Maskenkostümen offenbaren.
Zur Erinnerung an die Toten werden Figuren geschnitzt, die für kurze
Zeit die Lebenskraft der Verstorbenen binden, bevor diese in neue lebenspendende
Bahnen geleitet wird. Gabentausch festigt die Verbindungen zwischen einzelnen
Familien, Dörfern und Inseln. Die seefahrerischen Kenntnisse der
Mikronesier, die mit ihren hochseetüchtigen Auslegerbooten weite
Strecken zurücklegten, sind bis heute beeindruckend. Darstellungen
von polynesischen Gottheiten symbolisieren die Abstammung der Menschen
von den Gottheiten, vergangene Generationen und den künftigen Fortbestand
der Gesellschaft.
Begleitbuch,
Führungen
Wissenschaftliche
Auskunft:
Dr. Michaela Appel
Tel.: +49 (0)89 210 136 139
michaela.appel@mfv.bayern.de
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Malanggan-Figur: Vogel,
Schlange und Mensch, Melanesien, Neuirland, Ende 19. Jh.

Paddel mit Darstellung
einer Fischfangszene, Melanesien, Salomonen, vor 1830

Stabgottheit, die Abfolge
der Generationen darstellend
Polynesien, Cook-Inseln, Rarotonga, vor 1830
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