Staatliches
Museum für Völkerkunde
München
Kunst und Kultur aus Afrika
• Asien • Amerika • Ozeanien
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Dauerausstellungen
Identität und Wandel
Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala: Die Sammlung Avitabile
Neueröffnung der Lateinamerika-Räume mit der Ausstellung
ab 21.04.2010 |
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Weiter
als der Horizont - Kunst der Welt
Dauerausstellung, Seitenflügel
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Kunst
aus Afrika. Themen der Künstler Dauerausstellung,
2. OG
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Indianisches
Südamerika. Alltag, Kriege, Rituale
Dauerausstellung, 2. OG - voraussichtlich bis Februar 2010 (Fenstersanierung) geschlossen - |
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Der
Nordamerika-Saal. Indianer und Eskimo Dauerausstellung,
2. OG |
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Islam
Dauerausstellung, 1. OG |
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Ozeanien
- Weltbilder der Südsee
Dauerausstellung, 1. OG |
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Identität und Wandel
Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala: Die Sammlung Avitabile
Neueröffnung der Lateinamerika-Räume mit der Ausstellung
ab 21.04.2010
Die farbenfrohe Webkunst des guatemaltekischen Hochlandes zählt zu der bedeutendsten und vielfältigsten in ganz Lateinamerika. Sie besticht durch ihre aufwendigen Webtechniken und Muster. Frauen stellen die Textilien auf dem manuellen Webstuhl her.
Die traje, also die traditionelle Kleidung, ist Ausdruck für die kulturelle Identität der Maya. Sie spiegelt politische, soziale und religiöse Umstände wider. Ihre Wurzeln reichen bis weit in die vorspanische Zeit zurück. Zahlreiche Faktoren beeinflussten und veränderten im Laufe der Jahrhunderte die Webkunst, die bis heute lebendig geblieben ist.
Die Ausstellung zeigt ausgewählte Textilien aus der Sammlung Giuseppe und Gunhild Avitabile, die in den Jahren 1984 bis 1986 entstand.
Das Staatliche Museum für Völkerkunde München erhielt diese Sammlung im Jahr 2006 als großzügige Schenkung.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok+49(0)89-21 01 36-136
elke.bujok@mfv.bayern.de |



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Weiter als der Horizont - Kunst der Welt
Was
ist Kunst? Über diese kurze Frage lässt sich lange und
durchaus kontrovers diskutieren. Präzise und allgemeingültige
Antworten scheinen jedoch schwierig, wenn nicht gar unmöglich
zu sein. Die Bezeichnung "außereuropäische Kunst"
- zutreffend auch für Exponate eines ethnologischen Museums
- ist gegenwärtig Gegenstand zahlreicher internationaler
Veranstaltungen und Forschungsprojekte. Was genau darunter zu
verstehen ist, lässt sich jedoch nicht einfach umschreiben.
Mit der Ausstellung "Weiter als der Horizont – Kunst
der Welt" geht das Staatliche Museum für Völkerkunde
München dieser Frage nach und stellt Objekte aus den Sammlungen
des Hauses vor, denen aus verschiedenen Gründen der Rang
eines Kunstwerkes zugesprochen wird. Schon bei der ersten Auswahl
der Exponate für diese Ausstellung zeichnete sich ab, dass
sich kein Kriterienkatalog erstellen ließ, der für
alle Sammlungsbereiche zutreffend war. Zu verschieden sind die
Vorstellungen von Kunst in den einzelnen Regionen, sofern dort
überhaupt ein dem europäischen vergleichbarer Kunstbegriff
existiert. Die Auswahl konzentrierte sich deshalb auf Dinge, die
wichtige Aspekte des künstlerischen Schaffens der jeweiligen
Region vorstellen und die uns Geschichten von den Menschen, von
ihrer Herkunftskultur und von der jeweiligen Sicht der Welt erzählen
können.
In die Dauerausstellung Weiter als der Horizont –
Kunst der Welt integriert ist der Sonderausstellungsbereich
Kunstkabinett. Im Kunstkabinett werden in loser
Folge wechselnde Ausstellungen präsentiert, die einzelne
Aspekte des Grundthemas "Weiter als der Horizont - Kunst
der Welt" herausgreifen und akzentuieren.
Neu
im Kunstkabinettseit 11.11.2009
Kunstkabinett 3 - Der Blaue Reiter und das Münchner Völkerkundemuseum
Kunstkabinett
1:
Spuren der Heiligkeit. Mystischer Islam in Pakistan
Fotografien von Lukas Werth
Kunstkabinett
2:
Die Kunst des Fälschens. untersucht und aufgedeckt
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Claudius Müller, Tel. +49-(0)89- 2101 36 126
claudius.mueller@mfv.bayern.de
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Kopf des Buddha Thailand, Suphanburi, Wat Pe Pratat, 7./9. Jh.

Haube akeri kaha
Brasilien, Zentralamazonien, Mundurucú, 1820 oder früher
Katalog zur
Ausstellung
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Kunst aus Afrika. Themen der Künstler
Die Ausstellung
ist zugänglich, befindet sich aber im Umbau
Die plastische
Kunst mit Masken und Figuren steht in dieser Ausstellung im Vordergrund.
Auch der Dekorkunst der Frauen wird Beachtung geschenkt. Die aus dem 16.
bis 20. Jahrhundert stammenden Werke zeigen Themen wie Einzel- und Paarfiguren,
Skulpturen der Knaben- und Mädchen-Initiation, Darstellungen von
Herrschern, Gottheiten und Ahnengeistern, Wahrsage- und Zauberfiguren,
Tiere und Mischwesen, Dekorkunst u.a. Textilien. Hinter den Kunstwerken
offenbaren sich die Lebenswelten der Menschen Afrikas.
In der Ausstellung wird ein Formenreichtum sichtbar, in dem Traditionstreue
und Wandlungsfähigkeit einander harmonisch ergänzen. Besonders
deutlich wird dies durch Werke einzelner herausragender Künstler,
die eine individuelle Handschrift entwickelten.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Stefan Eisenhofer, Tel. +49-(0)89- 2101 36 138
stefan.eisenhofer@mfv.bayern.de
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english

Kraftfigur aus der Yombe-Region, Anonymus, Dem. Rep. Kongo, 2.Hälfte 19. Jhd. |
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Indianisches Südamerika.
Alltag, Kriege, Rituale.
-- noch bis Mitte April 2010 geschlossen --
Ab 21.4.2010 Neueröffnung der Lateinamerika-Räume mit der Ausstellung
Identität und Wandel
Textilien der Maya aus dem Hochland von Guatemala: Die Sammlung Avitabile
Die Ausstellung
führt in die unterschiedlichen Regionen und Gesellschaften
Südamerikas ein: von den archäologischen Funden des
Inkareiches und seiner Vorläuferkulturen über die Kolonialzeit
bis ins 20. Jahrhundert.
Im ersten Teil sind Keramiken und Objekte aus Gold, Silber, Holz
und anderen Materialien zu sehen. Sie stammen aus Fundstätten
an der Küste und im Andengebiet des Alten Peru. Die frühesten
keramischen Funde reichen bis 1500 v.Chr. zurück. Es handelt
sich meist um Grabbeigaben und rituelle Gegenstände. Die
Kulturen der Moche, Nasca, Tiahuanaco-Huari und der Inka sind
dabei besonders gut dokumentiert. Die Inka eroberten erst ab 1450
n.Chr. die verschiedenen Kulturen des Alten Peru und gliederten
sie in ihr Reich ein. Dieses erstreckte sich bei Ankunft der Spanier
im Jahr 1532 über 4000 Kilometer von Ecuador im Norden bis
nach Chile im Süden. Kostbare Objekte erzählen von der
Götterwelt, von Kampf und Krieg, von Pflanzen, Tieren, Bodenbau
und Handwerk. Außergewöhnliche Gewebe und Federarbeiten
zeigen eine faszinierende Vielfalt von Symbolen und Ornamenten.
Im zweiten Teil der Ausstellung zeigen Objekte aus den letzten
beiden Jahrhunderten das Handwerk und die Kunst der Indianer in
den Anden, Zentralamerikas und Mexikos. Sie dokumentieren auch
den Wandel durch die Kolonialzeit und die Beeinflussung durch
die christliche Religion.
Ein weiterer Teil ist den Indianern des Amazonas gewidmet, ihrem
Alltag und ihren Wirtschaftsformen sowie ihren religiösen
und mythologischen Vorstellungen. Keulen berichten von den Kämpfen
der Indianer, Pfeile und Köcher vom Jagen mit dem Blasrohr,
Rindenbastmasken, Schnupfrohre, Rasseln und Trommeln von ihren
Zeremonien. Die ältesten und wertvollsten Objekte in dieser
Abteilung sammelten bayerische Forscher. Der Zoologe Johann Baptist
Spix und der Botaniker Karl Friedrich Philipp Martius hielten
sich von 1817 bis 1820 in Brasilien auf und befuhren unter abenteuerlichen
Bedingungen den Amazonas. 1888 bereiste Prinzessin Therese von
Bayern fünf Monate lang expeditionsartig das Gebiet, besuchte
verschiedene Indianergruppen und brachte eine reiche Sammlung
mit nach München zurück.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok, Tel. +49-(0)89- 2101 36 136
elke.bujok@mfv.bayern.de
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Kalkbüchse in Form einer Fledermaus,
Peru, Tiwanaku, ca. 750 n.Chr.
Keramikgefäß, Moche Kultur,
Peru, ca. 450 n.Chr. |
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Der
Nordamerika-Saal. Indianer und Eskimo
Die Vielfalt der
Traditionen der Indianer und Eskimo und die Vielschichtigkeit ihrer Anpassung
an die Umwelt sind zentrale Themen dieser Ausstellung. Nicht nur Jäger,
Sammler und Fischer bevölkerten den Kontinent bei Ankunft der Europäer,
sondern es wurden auch verschiedene Arten des Anbaus betrieben. Da der
Hauptteil der Sammlungen mit den Reisenden des 19. Jhs. ins Museum kam,
konzentriert sich die Darstellung auf diese Zeit. Der Bezug zur Gegenwart
wird durch die Werke zeitgenössischer Künstler hergestellt.
Die geheimnisvollen Masken der Nordwestküstenindianer bilden einen weiteren
Schwerpunkt. Sie führen den Besucher in die mythische Welt der Urzeit,
in die komplexe Welt der schamanistischen Rituale.
Die heutige indigene Gesellschaft ist durch eine in europäischen
Museen einmalige Sammlung zeitgenössischer Specksteinskulpturen der
Inuit (kanadische Eskimo) präsent, die für eine moderne Umsetzung
überlieferter Inhalte steht.
Zu thematischen Schwerpunkten wie Religion, Kommunikation, Konflikte,
Frauen- und Männerarbeit, Kindererziehung und der Beziehung zur Umwelt
sind jeweils Exponate aus verschiedenen Kulturen und Zeiten Nordamerikas
zu sehen.
Dank der Sammelleidenschaft der Wittelsbacher, die schon sehr früh auch
Alltagsgegenstände erwarben, können die sozialen Verhältnisse lebendig
visualisiert werden. Den ältesten erhaltenen Kajak der Welt (1577)
kann man im Nordamerika Saal ebenso sehen, wie Teile der Sammlung der
Prinzessin Therese von Bayern, die sie von ihrer Amerikareise (1893) mit
nach München brachte.
Derzeit ist im Nordamerika-Saal außerdem die Sonderschau
Pueblo-Indianer und Indianer in Kalifornien zu sehen. Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Wolfgang Stein
+49 (0)89-21 01 36-176
wolfgang.stein@mfv.bayern.de |

Rabenrassel Nordwest-Küste

Männerhemd, Plains, 19. Jh.
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Islam
Welches allgemeine Verständnis
von der Welt haben Muslime? Wie sieht ihr Weltbild aus? Welche Faktoren
bestimmen die Identität der Muslime?
Zunächst soll der Mensch ein Diener Gottes sein und im Einklang
mit den göttlichen Geboten leben - in einer Welt, die ihm als
gute Schöpfung von dem Allmächtigen und Barmherzigen überantwortet
wurde. Aufgrund der Religion des Islam, die aktives Handeln fördert,
haben Muslime vor allem eine weltbejahende Lebenseinstellung. Diese
Weltzugewandtheit und Tatkraft geht auf den arabischen Propheten
und Religionsstifter Muhammad (um 570-632 n. Chr.) zurück,
der in Medina die im heiligen Buch des Koran geoffenbarten Grundlagen
des sozialen Lebens beispielhaft umsetzte. Dazu gehören wesentlich
die islamischen Ideale der Gerechtigkeit (adl), des Mitleids
und Ausgleichs (ihsan) sowie der Aneignung von Wissen (ilm).
Als Fundament des Glaubens enthält der Koran aber auch Nahrung
für die Seele des Menschen. Spiritualität prägt daher
sowohl religiöse Vorstellungen und Praktiken, als auch künstlerische
Ausdrucksformen und Alltagskultur in ihren unterschiedlichen lokalen
Zusammenhängen. Die Dauerausstellung bietet in diesem Sinne
eine Einführung in Religion, Kunst und Lebensformen der vom
Islam geprägten Kulturen zwischen Atlas und Indus.
Der erste Themenbereich
der Ausstellung behandelt die religiöse Welt des Islam.
Religiöse Gegenstände kennzeichnen die Bedeutung von Glaube
und Gebet - als Visitenkarte des Islam dient insbesondere die monumentale
Fliesenfassade einer Moschee aus Pakistan (Mitte 17. Jahrhundert).
Die Präsentation der Kunst der muslimischen Welt erfolgt
im zweiten Raum unter den Leitformen von Kalligraphie, floraler
und geometrischer Ornamentik sowie figürlichen Darstellungen.
Meisterwerke und Kostbarkeiten islamischer Kleinkunst vom 9. bis
zum 19. Jahrhundert verdeutlichen das Prophetenwort "Gott ist
schön und liebt die Schönheit!" Bei den Künstlern,
die diese Schönheit sichtbar (und hörbar) machen, handelt
es sich vielfach um Sufis und Derwische.
Im dritten Teil der Dauerausstellung wird die Lebenswelt der
Muslime am Beispiel der Regionalkultur des pakistanischen Pandschab
gezeigt. Eine großflächige Architekturinszenierung mit
einem marmornen Gartenpavillon, der Wandverkleidung eines Heiligenschreins,
Grabstelen, Hausportalen, Fenstern und dem Innenhof eines Stadthauses
vermitteln als Erlebnisraum ein lebendiges Bild der Alltagskultur
zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert.
In der anschließenden Ravi Gallery werden im Wechsel
kleine Studio-Ausstellungen zu verschiedenen Themen muslimischer
Kulturen gezeigt.
Bis April 2010 können Sie die Sonderschau Sufi Poster Art aus Pakistan besuchen.
issenschaftliche Auskunft:
Privatdozent
Dr. Jürgen Wasim Frembgen
Tel. +49-(0)89- 2101 36 141
juergen.frembgen@mfv.bayern.de
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Standartenaufsatz in Form
einer Segenshand
Karachi/Pakistan, 1.Hälfte 20.Jh.
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Die Orient-Abteilung des Münchner Völkerkundemuseums
hat sich an dem bundesweiten Projekt Schule@Museum: Virtuell und
Interkulturell beteiligt, das vom Deutschen Museumsbund, dem Bundesverband
Museumspädagogik und dem Bund Deutscher Kunsterzieher initiiert
wurde. Im Rahmen unserer Islam-Dauerausstellung haben Lehrer und
Schüler das Potenzial unseres Museums als Ort vielfältigen
kulturellen und künstlerischen Lernens entdeckt. Bitte ersehen
Sie Näheres unter der Website www.culturalive.de/schule-museum.
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Ozeanien
- Weltbilder der Südsee
Zu
den bedeutendsten Schätzen des Staatlichen Museums für Völkerkunde
München zählen die umfangreichen Südsee-Sammlungen, die
seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren. Die frühesten Bestände
stammen aus Polynesien, und einige dieser seltenen und begehrten Objekte
gehen auf die Zeit von Captain Cook, d.h. auf die Zeit vor dem Kontakt
der Inselbewohner mit Europäern zurück. Die umfangreichsten
der qualitätvollen Sammlungen stammen aus der Kolonialzeit des Deutschen
Reiches in Melanesien und Mikronesien, und wurden zwischen 1884 und 1914
zusammengetragen.
Die neue Ausstellung
zeigt Objekte aus Indonesien, Melanesien, Mikronesien und Polynesien unter
dem Blickwinkel "Weltbilder". Das riesige Gebiet der pazifischen
Inseln ist geprägt durch einen gemeinsamen Lebensraum und durch gemeinsame
kulturelle Wurzeln. Die Menschen leben von Fischfang und Landwirtschaft,
und viele der Gebrauchsgegenstände lassen in der Gestaltung Aspekte
ihres Weltbildes erkennen. Die Lebenden sind in ihrem Fortbestehen und
Wohlergehen abhängig von den Ahnen, die in menschlicher Gestalt,
aber auch als Tiere, besonders Schlangen, Eidechsen und Krokodile dargestellt
werden und durch Opfergaben geehrt werden müssen. Während der
Initiation werden die jungen Männer in die Welt der Ahnen und des
Urzeitgeschehens eingeführt und zum erstenmal mit mythischen Wesen
konfrontiert, die sich in phantasievollen Maskenkostümen offenbaren.
Zur Erinnerung an die Toten werden Figuren geschnitzt, die für kurze
Zeit die Lebenskraft der Verstorbenen binden, bevor diese in neue lebenspendende
Bahnen geleitet wird. Gabentausch festigt die Verbindungen zwischen einzelnen
Familien, Dörfern und Inseln. Die seefahrerischen Kenntnisse der
Mikronesier, die mit ihren hochseetüchtigen Auslegerbooten weite
Strecken zurücklegten, sind bis heute beeindruckend. Darstellungen
von polynesischen Gottheiten symbolisieren die Abstammung der Menschen
von den Gottheiten, vergangene Generationen und den künftigen Fortbestand
der Gesellschaft.
Begleitbuch,
Führungen
Wissenschaftliche
Auskunft:
Dr. Michaela Appel
Tel.: +49-89-2101 36-139
michaela.appel@mfv.bayern.de
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Malanggan-Figur: Vogel,
Schlange und Mensch, Melanesien, Neuirland, Ende 19. Jh.

Paddel mit Darstellung
einer Fischfangszene, Melanesien, Salomonen, vor 1830

Stabgottheit, die Abfolge
der Generationen darstellend
Polynesien, Cook-Inseln, Rarotonga, vor 1830
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