Staatliches
Museum für Völkerkunde
München
Kunst und Kultur aus Afrika
• Asien • Amerika • Ozeanien
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| DER
ETHNOLOGISCHE SALON 2008
Eine
Veranstaltungsreihe im Staatlichen Museum für Völkerkunde

Freitagabend im Völkerkundemuseum:
Ethno-logisch! |
| Das halbe Dutzend ist voll: Seit nunmehr
sechs Jahren besteht der Ethnologische Salon in München als
Treffpunkt für all diejenigen, die sich für andere Kulturen
und Zeiten interessieren. An jedem letzten Freitag im Monat werden
im Foyer des Völkerkundemuseums inszenierte Lesungen zu unterschiedlichen
ethnologischen Themen geboten. Überraschungsgäste, Filme,
Dias oder andere spannende Beiträge ergänzen die Abende.
Anschließend ist in einem offenen Forum Zeit für anregende
Gespräche. Für Speis und Trank sorgt Max2, das Café
im Völkerkundemuseum.
Der Ethnologische Salon 2008 ist erneut durch das
Thema „Schriftstellernde Ethnologen / Ethnologische Schriftsteller“
geprägt. Wir stellen Ihnen Menschen vor, die mit ihren Werken
einen wichtigen Beitrag zum Verständnis anderer Kulturen und
der eigenen Gesellschaft leisten oder geleistet haben. Im Mittelpunkt
stehen sowohl Klassiker vergangener Zeiten, die wir Ihnen nur vermittelt
vorstellen können, als auch zeitgenössische SchriftstellerInnen,
die wir Ihnen „leibhaftig“ präsentieren werden.
Karin Sommer und Stefan Eisenhofer, die beiden Initiatoren und Organisatoren
des Ethnologischen Salons, werden Sie wie immer moderierend durch
die Abende begleiten.
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde
München
mit freundlicher Unterstützung des Freundes- und Förderkreises
des Museums für Völkerkunde München
Konzept und Organisation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Eintritt € 3,- je Abend
Freier Eintritt für Mitglieder
des Freundes- und Förderkreises des Museums für Völkerkunde |
| Programm
2008 |
| Freitag, 25.01.2008,
19 Uhr
Michaela Appel/ Michael Ewert
Mit James Cook in die Südsee
- Georg Forster: Kosmopolit, Universalgenie und Revolutionär |
Sommerpause:
Mai - August |
| Freitag, 29.2.2008,
19 Uhr
Jens J. Kramer
Das Delta - Die viktorianische Forscherin Mary
Kingsley in Westafrika |
Freitag, 26.9.2008,
19 Uhr
Karin Sommer/ Andrea Engl /Matthias Kiefersauer
Heimatdesign: Von der Identitätsfindung
in globalen Zeiten |
| Freitag, 28.3.2008,
19 Uhr
Vera Wieschermann/ Johanna Neubauer-da Luz
Saravá! Das Leben und Treiben der Orixás
in Brasilien |
Freitag, 31.10.2008,
19 Uhr
Christiane Buchner
Im Hinterland - Mit Barbara und Graham Greene
zu Fuß durch Westafrika |
| Freitag, 25.4.2008,
19 Uhr
Carmen Butta
Jetzt gehörst du nicht mehr dieser Welt
- Eine Expedition in die Welt der Mafia |
Freitag, 28.11.2008,
19 Uhr
Stefan Eisenhofer
Diesseits und Jenseits des Exotischen:
Paul Gauguin und Victor Segalen |
Texte
zu den Veranstaltungen
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| Freitag,
25.1.2008, 19 Uhr
Michaela Appel/ Michael Ewert:
Mit James Cook in die Südsee - Georg Forster: Kosmopolit, Universalgenie
und Revolutionär
- Inszenierte Lesung aus den Werken von Georg Forster mit Karin
Sommer
- Georg Forster – Südseepassagen und Museumsschätze.
Ethnologische Anmerkungen von Dr. Michaela Appel (Leiterin der
Abteilung Ozeanien am Museum für Völkerkunde München)
- „Wider den gelehrten Zunftzwang“ – Georg Forster
als Freigeist und Kosmopolit. Ausführungen von Dr. Michael
Ewert (Germanist an der LMU München, Vorsitzender der Georg-Forster-Gesellschaft)
- Georg Forster – Eine Reise um die Welt. Ein Film von Frank
Vorpahl (2007)
- Offenes Forum
Der deutsche Universalgelehrte Johann Reinhold Forster
und sein Sohn Georg nahmen 1772 an der zweiten großen Reise
James Cooks teil. Im Lauf von drei Jahren sah der 17jährige
Georg mehr von der Welt als alle seine Landsleute vor ihm. Die Erfahrungen
in der Südsee und eine humanistisch-aufgeklärte Weltsicht
ließen Georg Forster zu einem berühmten Naturforscher,
Schriftsteller und Ethnologen werden, in dessen Werk sich europäische
und außereuropäische Perspektiven bündeln und brechen.
Bewundert von Lichtenberg, Herder, Goethe, Alexander von Humboldt
und vielen anderen, pflegte er ein weit gespanntes Netz intellektueller
Beziehungen, das erst durch sein Eintreten für die Französische
Revolution zerriss. Noch die letzten Schriften aus Paris plädieren
für Erfahrung, Reflexion und die Hoffnung auf ein Glück
der Menschheit.
Ein Abend über die Faszination aufklärerischen Denkens,
über die Verfeinerung der Sinne und über die Schädlichkeit
von Schnürbrüsten.
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| Freitag,
29.02.2008, 19 Uhr
Jens J. Kramer:
Das Delta - Die viktorianische
Forscherin Mary Kingsley in Westafrika
- Autorenlesung von Jens J. Kramer aus seinem neuen Roman "Das
Delta"
- „Mary Kingsley in Afrika - Annäherungen an eine
(Forscher-) Persönlichkeit“ mit Ulrike Budde (Übersetzerin),
Jens J. Kramer (Schriftsteller) und Stefan Eisenhofer (Ethnologe)
- „Die grünen Mauern meiner Flüsse“ –
Lesung aus dem Werk von Mary Kingsley mit Karin Sommer
- "Wagnis im Dschungel: Mary Kingsley unter Kannibalen".
Ein Film von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus (ColourFIELD
2007, im Auftrag des ZDF)
- Offenes Forum
Jens Kramer hat nach "Die Stadt unter den Steinen"
mit "Das Delta" einen neuen großartigen Afrika-Roman
geschrieben. Er basiert auf dem Leben und Wirken einer historischen
Gestalt, und zwar auf Mary Kingsley (1862- 1900), die in dem Buch
Mary Cooley heißt und 1894 ins Nigerdelta reist, um für
die Royal Geographic Society Fische zu katalogisieren. Das Delta
des Nigers in der Bucht von Biafra gehört seit Jahrhunderten
zu den am meisten umkämpften Gebieten an der Westküste
Afrikas; denn es bietet mit seinen Wasserwegen den Zugang zu den
großen Königreichen im Inneren Afrikas, deren Reichtümer
die europäischen Eroberer locken. Durch die von mächtigen
Interessen geleitete Royal Niger Company versucht Großbritannien
die Zugriffe Frankreichs und Deutschlands auf diese Territorien
abzuwehren. Der "Kampf um Afrika" findet hier einen Höhepunkt.
Denn die Europäer haben in ihrem großen Schachspiel etwas
übersehen: die dort lebende Bevölkerungsgruppe - die „Brass“.
Das Buch ist nach beeindruckender Recherche derart spannend, klug
und kenntnisreich geschrieben, dass es für uns Anlaß
genug war, diesem Roman, seinem Autoren Jens Kramer und der historischen
Mary Kingsley einen Abend zu widmen.
Um eine Facette erweitert wird dieser Ethnologische Salon durch
einen neuen Dokumentarfilm von Petra Höfer und Freddie Röckenhaus
über Mary Kingsleys Reisen in Zentralafrika.
Ein Abend über starke Frauen, frühe Globalisierung und
die Vorzüge englischen Teegeschirrs im afrikanischen Regenwald.
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| Freitag,
28.03.2008, 19 Uhr
Vera Wieschermann/Johanna Neubauer-da Luz:
Saravá! Das Leben und Treiben
der Orixás in Brasilien
Ein lebendiger Vortrag mit Bildern, Musik, Filmausschnitten und
Anfassbarem:
- Das historische Moment – Als die Orixás auf Reisen
gingen
- Das afrobrasilianische Götterpantheon – Ein Stammbaum
zieht seine Kreise
- Das tägliche Leben – Orixás in Omnipräsenz?
- Die großen 7 – Jeder Tag hat seinen Gott: Eine afrobrasilianische
Woche im Wandel der Farben und Speisen
- Offenes Forum
Während der portugiesischen Kolonialzeit in
Brasilien wurden im 16. und 17. Jahrhundert mehr als 4 Millionen
Sklaven aus Afrika in die Hauptstädte Brasiliens verschleppt
– etwa 35 Prozent aller damals nach Amerika verschleppten
Afrikaner. Sie wurden ihrer Freiheit, ihrer Sprache und sämtlicher
Rechte beraubt, doch sie brachten ihre Seele - und vor allem ihre
Religion mit, die Welt der Orixás. Dieser bis heute lebendige
Kult zelebriert die vergöttlichten Seelen verstorbener Vorfahren,
denen bestimmte Naturelemente und Wesensformen zugeordnet und die
fortan als Gottheiten, Orixás, verehrt werden.
Der Einfluß dieser afrikanischen Religion hat Brasilien entscheidend
mitgeprägt. Die Verehrung der Orixás, die in Brasilien
durch Sklaverei und indigene Einflüsse ihre eigene Form des
Candomblé gefunden hat, prägt bis heute den brasilianischen
Alltag, man begegnet ihren Spuren auf Schritt und Tritt. Weder die
brutalen Sklavenherren, noch die offizielle Kirche, noch zwei Diktaturen
im 20. Jahrhundert vermochten diese religiöse Urgewalt aus
der Seele der Menschen zu verbannen.
Vera Wieschermann und Johanna Neubauer-da Luz, die über Jahre
in Brasilien gelebt haben, zeigen, wie bis heute diese afro-brasilianische
Götter-Kultur im täglichen Leben Brasiliens eingewoben
ist. Anhand von Dias, Speisen, Musikeinblendungen, Filmausschnitten,
Vergnüglichem und Ernstem sowie sinnlichen Elementen wird das
illustre Pantheon vorgestellt und erzählt, wie man sich mit
dem Leben und Treiben der Orixás in Brasilien arrangiert
– oder aber auch nicht........!
Vorsicht vor Kokosschalen am Wegesrand!
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| Freitag,
25.04.2008, 19 Uhr
Carmen Butta:
Jetzt gehörst du nicht mehr
dieser Welt - Eine Expedition in die Welt der Mafia
- "Jetzt gehörst du nicht mehr dieser Welt" -
Lesung aus den "Reportagen über die Mafia" mit
Karin Sommer und Carmen Butta
- "Schweigen, Blut und Ehre – Die Musik der Mafia".
Ein Film von Carmen Butta (30 Min., 2003, SWR)
- "Eine archaische Welt? – Innensichten der italienischen
Mafia" von Carmen Butta
- "Das gestohlene Leben eines Mafiajägers". Ein
Film von Carmen Butta (43 Min, 2002, ZDF)
- Offenes Forum
Von einem Killer, der sich weigert, seinen Bruder
zu ermorden und deshalb von seinem Paten umgebracht wird. Von einem
Staatsanwalt, dessen eigene Wohnung zum Gefängnis wird, und
von einem abtrünnigen Mafioso, der nun das Leben eines angstgejagten
Biedermannes führt.
Von einem in die Einöde verbannten Pater und von weißen
Chrysanthemen, die als Mordankündigung überreicht werden.
Von Palermo, wo das plötzliche Verstummen des Sirenengeheuls
Unheil verkündet und vom Bergdorf Corleone, wo immer noch die
Machtfäden der Cosa Nostra, der sizilianischen Mafia, gesponnen
werden.
Von der Insel Sizilien, die Lebende zum Schweigen und Tote zum Sprechen
bringt, wo das Nichtgesagte die wichtigsten Botschaften birgt. Und
von einem "Krakenkartell", das längst nicht nur mehr
lokal, sondern global agiert.
"Jetzt gehörst du nicht mehr dieser Welt, jetzt bist du
"Unsere Sache" (= cosa nostra). Mit diesen Worten endet
das Initiationsritual der sizilianischen Mafia.
Carmen Butta, Trägerin des Egon-Erwin-Kisch-Preises,
des Joseph-Roth-Preises für Publizistik und des Juliane-Bartel-Medienpreises,
hat sich in mehreren Büchern, Reportagen und Dokumentarfilmen
mit dem Denken und Handeln der Mafia auseinandergesetzt.
Ein Abend über Ehrenmänner und Gier, über andere
Weltordnungen und Tradition, über Staaten im Staate und Bestialität.
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| Freitag,
26.09.2008, 19 Uhr
Karin Sommer/Andrea Engl /Matthias Kiefersauer:
Heimatdesign: Von der Identitätsfindung in globalen Zeiten
- "Heimat? Heimat!" - Lesung von Karin Sommer aus Betrachtungen
des Volkskundlers Hermann Bausinger im Journal "Der Blaue
Reiter - Themenheft Heimat " (Näheres unter:
www.derblauereiter.de/ausg_21-30/dbr23/dbr23_inha.html)
- "Spätzle, Sangria und Schweinsbraten" –
Überlegungen zum Begriff „Heimat“ von Lourdes
Ros el-Hosni
- "Heimat reloaded" – Eine Performance von und
mit Thomas Unger (Unterhaching) und Tobias Hofmann (Waldperlach)
- "Das grosse Hobeditzn" - Ein Film von Matthias Kiefersauer
(2006, im Auftrag des BR)
- "Heimatdesign – Von der Identitätsfindung in
globalen Zeiten" – Podiumsdiskussion mit Matthias Kiefersauer,
Lourdes Ros el-Hosni, Karin Sommer. Moderation: Andrea Engl
- Offenes Forum
Was ist Heimat? Für die einen ist es ein Ort,
für die anderen eine Erinnerung, für wieder andere ist
der Begriff nur peinlich und steht unter "Senilitätsverdacht"
(Hermann Bausinger). Jedenfalls ist "Heimat" mal wieder
eines dieser "typisch deutschen" Wörter, für
die es in anderen Sprachen keine Entsprechung gibt.
Hat denn ein konkreter Ort in Zeiten weltweiter Migration und Mobilität
überhaupt noch eine identitätsstiftende Wirkung? Jedenfalls
ist Heimat insofern ein Schlüsselbegriff der Gesellschaft,
weil darüber gerne definiert wird, wer drinnen und wer draußen
ist - und damit sind wir ganz schnell bei Fragen nach Integration
und Ausgrenzung. Deutschland ist de facto ein Einwanderungsland
und man wird sich noch viele Gedanken darüber machen müssen,
welche Angebote der Identitätsfindung für alle zur Verfügung
gestellt werden. Ein Gefühl des Dazugehörens und des Zuhauseseins
ist die Grundlage für ein Gefühl der Verantwortung und
Wertschätzung für eine gemeinsame lebenswerte Gesellschaft.
Ein Abend über Geborgenheit und Enge, über
Dazugehören und Ausgrenzen, über nahes Ferne und fernes
Nahe …. und über das Erfinden von Traditionen!
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Fotos: www.melt-europe.eu; Bayerischer
Rundfunk; Jan-Ulrick Desert |
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| Freitag,
31.10.2008, 19 Uhr
Christiane Buchner:
Im Hinterland - Mit Barbara und Graham Greene zu Fuß durch Westafrika
- "Im Hinterland" - Lesung aus dem Werk von Barbara
Greene (P. Kirchheim Verlag) mit Karin Sommer
- „Ich bin dann mal weg – Barbara Greenes kontemplativer
Fussmarsch durch Liberia“ – Anmerkungen von Christiane
Buchner (Übersetzerin) und Rupert Graf Strachwitz (Direktor
des Maecenata Instituts an der Humboldt Universität Berlin
und Sohn von Barbara Greene)
- „How´re u doin?“ Liberia heute – Betrachtungen
von Till Blume (Politikwissenschaftler, Universität Konstanz)
- „Die Chefin- The Iron Lady of Liberia“. Ein Film
von Daniel Junge (54 Min., 2007, Dänemark)
- Offenes Forum
- Moderation: Stefan Eisenhofer und Karin Sommer
Barbara Greene, Cousine des berühmten Schriftstellers
Graham Greene, hat über ihre gemeinsame Westafrika-Expedition
im Jahr 1935 eine spannende Erzählung und ein vorzügliches
Porträt ihres Vetters geschrieben.
Mit nie erlahmender Aufmerksamkeit widmet sie sich dem von Europäern
bis dahin unerforschten Hinterland Liberias und seíner Natur.
Mit menschlicher Anteilnahme setzt sie sich aber vor allem mit den
dortigen einheimischen Menschen auseinander, schildert ihre „Gebräuche“,
Ängste und Freuden.
Dem Liberia von damals stellen wir Betrachtungen über das heutige
Liberia zur Seite. Über 14 Jahre lang von einem grausamen Bürgerkrieg
und Warlords ausgebeutet, versucht das Land nun unter seiner gewählten
Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf Stabilität zu erreichen.
Ein Abend über Kolonialismus und Post-Kolonialismus in Afrika,
über „weibliche Weltsichten“ und über Märsche
zu Fuß! |
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| Freitag,
28.11.2008, 19 Uhr
Stefan Eisenhofer:
Diesseits und Jenseits des Exotischen:
Paul Gauguin und Victor Segalen
- „Diesseits und Jenseits des Exotischen: Paul Gauguin
und Victor Segalen“ - Szenische Lesung eines Manuskripts
von Stefan Eisenhofer
- „Europas Träume von der Südsee“ - Anmerkungen
von Prof. Dr. Eveline Dürr (Institut für Ethnologie
der Universität München)
- „Peru – Panama – Papeete und immer wieder
Paris: Der Lebensweg des Bankers, Künstlers und Aussteigers
Paul Gauguin“ – Betrachtungen von Dr. Susanna Partsch
(Kunsthistorikerin, München)
- Ausschnitte aus Spielfilmen über das Leben von Paul Gauguin
in der Südsee
- Offenes Forum
- Moderation: Stefan Eisenhofer und Karin Sommer
Beide hatten in der Südsee ein Paradies gesucht,
doch beide trafen auf „traurige Tropen“, ramponiert
von europäischer Kolonialpolitik: Paul Gauguin, der „Eisbrecher
der Moderne“, und Viktor Segalen, der „Schöpfer
einer poetischen Ethnographie“. Und obwohl sich beide persönlich
nie begegnet sind, trafen sie sich doch in ihrem Bestreben, den
dortigen Menschen und deren Kultur ihre Würde zurückzugeben:
Gauguin durch seine Malerei, Segalen insbesondere durch seinen großartigen
Roman „Die Unvordenklichen“, in dem er die Maori-Kultur
von innen heraus zu verstehen suchte - ohne den exotisierenden Blick
des Kolonialherren. In diesem zeigt sich besonders deutlich sein
Ringen nach einem „Blick von innen“ auf dortige Phänomene
und seine Einschätzung der Beziehungen zwischen Maori und Europäern.
Ein Abend über heile und unheile Welten, europäische
Sehnsüchte und koloniale Wirklichkeiten!

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Für Speisen und Getränke
sorgt vorher, währenddessen und nachher Max2, das Café
im Völkerkundemuseum.
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