Staatliches
Museum für Völkerkunde
München
Kunst und Kultur aus Afrika
• Asien • Amerika • Ozeanien
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DER ETHNOLOGISCHE
SALON 2012
Eine
Veranstaltungsreihe des Staatlichen Museums für Völkerkunde
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| Seit nunmehr 10 Jahren besteht der Ethnologische Salon in München
als Treffpunkt für all diejenigen, die sich für andere Kulturen und Zeiten
interessieren. An (fast) jedem letzten Freitag im Monat werden im Foyer
des Völkerkundemuseums inszenierte Lesungen zu unterschiedlichen
ethnologischen Themen geboten. Überraschungsgäste, Filme oder
andere spannende Beiträge ergänzen die Abende. Anschließend ist in
einem offenen Forum Zeit für anregende Gespräche. Für Speis und
Trank sorgt max2, das Café im Völkerkundemuseum.
Konzept und Moderation: Karin Sommer
und Stefan Eisenhofer
Eintritt € 5 / erm. € 3 je Abend
ermäßigter Eintritt für Mitglieder des Freundeskreises
Freitagabend im Völkerkundemuseum:
Ethno-logisch! |
Programm
2012
Programmarchiv:
2011 I 2010
2009 I 2008
2007
I 2006
2005
I 2004
2003
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Besucher beim ersten ethnologischen Salon, Januar 2003
Foto: Barbara Schirpke
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| Programm
2012
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| Freitag, 27.01.2012, 19.00 Uhr
Alexander Knorr
Träumen Anthropologen von elektronischen Wilden?
Ethnologie und modernste Technik |
Sommerpause:
Mai - August |
| Freitag, 24.2.2012, 19 Uhr
Dieter Jandt / Ulrich Land
Der Plastiktüten-Planet: Glanz und Elend eines globalen Beutels |
Freitag, 28.9.2012, 19 Uhr
Nina Gockerell / Andreas Koll
Strietzis, Goaßlschnalzer und die „rohen Kinder der Natur“
Das exotische Bayern in Fremd- und Selbstbildern |
| Freitag, 30.3.2012, 19 Uhr
Christian Feest / Christiane Lange / Wolfgang Stein
Taos, Georgia O´Keeffe und die Sehnsucht nach den Indianern
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Freitag, 26.10.2012, 19 Uhr
Jürgen Wasim Frembgen / Angela Parvanta
Deutsches Afghanistan - Afghanisches Deutschland:
Lebenswege zwischen Kabul und München |
| Freitag, 27.4.2012, 19 Uhr
Evelyn Schulz / Yoshio Birumachi
Ballettmädchen, Märchenkönige und
Dichterfürsten - Der japanische Schriftsteller
Mori Ogai und sein Deutschland |
Freitag, 30.11.2012, 19 Uhr
Karin Sommer / Stefan Eisenhofer
Wie alles anfing: Die weiße Göttin der Wangora
10 Jahre Ethnologischer Salon
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Texte
zu den Veranstaltungen
DER ETHNOLOGISCHE SALON IM NOVEMBER
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 30.11. 2012, 19.00 Uhr
Karin Sommer / Stefan Eisenhofer
Wie alles anfing: die weiße Göttin der Wangora
10 Jahre Ethnologischer Salon
- „Wir können nicht alle schwarz und schön sein" – Die Schauspielerin Meg Gehrts entdeckt 1913 Afrika“: Lesung nach einer Radiosendung von Karin Sommer
- Europäische Afrikabilder im Wandel – Ausführungen von Thomas Reinhardt (Institut für Ethnologie der LMU München)
- Omulaule heißt schwarz –„Für die Weißen sind wir schwarz und für die Schwarzen sind
wir deutsch“. Ein Film (2003) von Beatrice Möller, Nicola Hens und Susanne Radelhof - Die Regisseurin Beatrice Möller ist bei der Vorführung anwesend
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Als wir 2003 mit dem Ethnologischen Salon begannen, hätten wir uns nie träumen lassen, dass es ihn in zehn Jahren immer noch geben würde. Genauso wenig hätte sich wohl Meg Gehrts träumen lassen, dass man 100 Jahre nach ihren Dreharbeiten in Afrika noch von ihr spricht. Mit ihr und ihrem wunderbaren Buch „Die weiße Göttin der Wangora“ hat alles angefangen, sie hat uns Glück gebracht. Deshalb darf sie beim Jubiläumssalon erneut zu Wort kommen.
1913 begab sich die 22-jährige Hamburgerin mit dem Filmemacher und Afrikaforscher Hans Schomburgk auf große Reise nach Afrika, weil er ihr die Hauptrolle in einem Spielfilm angeboten hatte, der in der deutschen „Musterkolonie“ Togo spielen sollte. Über ihre Erlebnisse veröffentlichte Meg Gehrts eine autobiographische Schilderung ihrer Abenteuer. Es wurde eine merkwürdige Mischung aus privater Plauderei und ethnographischem Bericht, manchmal garniert mit borniert-kolonialistischen Plattitüden, dann wiederum übergehend in vorurteilslose, lebendige und einfühlsame Beschreibungen afrikanischer Lebensweisen, vor allem der Frauen.
Im Anschluss an die Lesung widmet sich Prof. Dr. Thomas Reinhardt den unterschiedlichen Wertschätzungen und Herabwürdigungen, die Afrika und seine Bewohner in verschiedenen Epochen in Europa erfuhren und erfahren.
Den Abschluss des Abends bildet der Film „Omulaule“ über die „DDR-Kinder von Namibia“.
Ein Abend über Frauen & Männer, über Europa & Afrika und über Namibia & die DDR.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum. |
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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM OKTOBER
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 26.10. 2012, 19.00 Uhr
Deutsches Afghanistan – Afghanisches Deutschland:
Lebenswege zwischen Kabul und München
- Literarische Reisen nach Afghanistan: Lesung mit Karin Sommer, Stefan Eisenhofer und Jürgen Wasim Frembgen
- Von Kabul und Herat nach München – Die Islamwissenschaftlerin Angela Parvanta im Gespräch mit der Künstlerin Mahbuba Maqsoodi
- Ein Traum von Kabul. Das verlorene Paradies der Hippies Ausschnitte aus dem Film (1996) von Wilma Kiener und Dieter Matzka
- Lebenswege zwischen Kabul und München: Gesprächsrunde mit der Ethnographica-Galeristin Heidrun Niemann, dem Schriftsteller, Musiker und Komponisten Hartmut Geerken, der Islamwissen-schaftlerin Angela Parvanta und dem Ethnologen Jürgen Wasim Frembgen
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
In den 1970er Jahren war Kabul das Mekka der westeuropäischen, amerikanischen und australischen Hippiegeneration. Zu Zehntausenden versuchten junge Leute, in unsicheren Fahrzeugen das ferne Afghanistan zu erreichen, um dort ein Leben zu führen, das scheinbar nur wenige Bedürf-nisse kannte: Drogen, Musik und vor allem Freiheit von Bevormundung und Kriegsangst.
Nicht alle, die aufbrachen, kamen in ihrem Sehnsuchtsland an. Wer sein Ziel erreicht hatte, kehrte nicht immer unversehrt und ohne fremde Hilfe nach Hause zurück. Die Reiserouten wie auch der Aufenthalt in Afghanistan konnten todbringend sein. Krankheiten, Überfälle und nicht zuletzt Drogen führten oftmals zum Kontrollverlust der Paradiessucher.
Mit dem Leben der Afghanen selbst hatte dieser Exodus aus dem Westen allerdings so gut wie nichts zu tun.
Ein Abend über Musik und Kunst, über die Macht des Fernwehs und die Enttäuschung einer Sehnsucht.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum. |
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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM SEPTEMBER
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 28.09. 2012, 19.00 Uhr
Strietzis, Goaßlschnalzer und die „rohen Kinder der Natur“
Das exotische Bayern in Fremd‐ und Selbstbildern
Ein Abend mit Beiträgen von Nina Gockerell und Andreas Koll
- „Trunksüchtig, grob und gut katholisch oder heimatliebend, treuherzig und heiter? Wie die Bayern beurteilt wurden und werden“ – Ausführungen von Nina Gockerell (Volkskundlerin)
- „Der G´scheerte in der Stadt“ – Lesung einer „Komischen Szene für 3 Herren“ von Georg Stöger mit Karl Sommer, Andreas Koll und Stefan Eisenhofer
- „Strietzis, Lackel´n, Goaßlschnalzer. Bayernbilder in der volkstümlichen Unterhaltung“ - Anmerkungen mit Film- und Tonbeispielen von Andreas Koll (Volkskundler und Musiker)
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Über kaum jemand sind so viele Klischees im Umlauf wie über die Bayern. Die Vorurteile betreffen das Aussehen, bestimmte Eigenschaften, und – allem voran – den angeblichen „Charakter“. Vornehmlich Schilderungen in der Reiseliteratur prägten diese Stereotypen, denn der Fremde sucht und findet stets das, worüber er vor Antritt seiner Reise gelesen und gehört hat.
Von Nina Gockerell aus Quellen der letzten 5 Jahrhunderte zusammen-gestellte Beispiele zeigen nicht nur die Entstehung einzelner Züge des „Bayernbildes“, sondern auch, wie die Erwartungshaltung der Fremden zuweilen zu einer übersteigerten Selbsttypisierung der Bayern geführt hat.
Andreas Koll, ein ausgewiesener Kenner der Münchner Volkssänger-Szene, geht dem speziellen Bayernbild in der volkstümlichen Unterhaltung in München um 1900 nach. Damals zogen viele Menschen vom Land in die Stadt, verklärten ihr (neues) Leben in der Stadt und verspotteten das (alte) Leben auf dem Land. Gleichzeitig entstand eine große Sehnsucht nach Natur und Natürlichkeit und man schuf sich Idyllen, um der städtischen Betriebsamkeit zu entfliehen. Die Exotik der Bergwelt wurde zum Inbegriff des "usprünglichen" Lebens. Indem man die Lieder und Tänze der Gebirgsbewohner in sich aufsog und deren Kleider anzog, glaubte man, selbst mit dem „wahrhaft Echten“ verschmolzen zu sein.
Dr. Nina Gockerell leitete bis 2011 die Abteilung Volkskunde im Bayerischen Nationalmuseum in München.
Andreas Koll ist Volkskundler, Musiker und Archivar des Valentin-Karlstadt-Musäums.
Ein Abend über das ewige Nord-Süd- / Stadt-Land-Gefälle und die Sehnsucht nach dem edlen wilden Bayern.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum.
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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM APRIL
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 27.04. 2012, 19.00 Uhr
Ballettmädchen, Märchenkönige und Dichterfürsten – Der japanische Schriftsteller Mori Ogai und sein Deutschland
Ein Abend mit Beiträgen von Evelyn Schulz und Yoshio Birumachi
- „Wellenschaum“ und „Tanzmädchen“ – Lesung aus den Werken von Mori Ōgai mit Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
- Mori Ōgai heute – Eine Einführung von Evelyn Schulz (Japan-Zentrum, Universität München)
- Mori Ōgai in München und Berlin – Anmerkungen von Yoshio Birumachi (Daitō Bunka Universität Tokio)
- Mori Ōgai in der japanischen Populärkultur – Ein Gespräch mit Filmbeispielen zwischen Evelyn Schulz und Yoshio Birumachi
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Der japanische Militärarzt, Schriftsteller und Übersetzer Mori Ōgai (1862-1922) gilt als Wegbereiter eines Kulturaustausches zwischen Deutschland und Japan. Nach seinem Medizinstudium hielt er sich von 1884 bis 1888 in München, Leipzig, Dresden und Berlin auf und studierte u.a. bei Robert Koch und Max von Pettenkofer Hygiene und Heeressanitätswesen. Daneben beschäftigte er sich intensiv mit europäischer Literatur, Musik, Philosophie und Kunst. Nach Japan zurückgekehrt, stieg er zum ranghöchsten Heeresarzt auf, entwickelte sich aber zugleich zu einem prägenden Schriftsteller der japanischen Moderne. Ōgai gehört zu der Generation japanischer Schriftsteller, die kreativ ihre japanische und chinesische Bildung mit europäischer zu vereinen wussten. Zu seinem imposanten Werk zählen neben literarischen Arbeiten zahlreiche Übersetzungen deutscher Literatur, darunter Werke von Schiller und Kleist. Seine Übertragung von Goethes Faust (1913) gilt bis heute als maßgebend. Drei Erzählungen Ōgais spiegeln die Erfahrungen seiner Zeit in Deutschland wider. Besondere Popularität erlangte jene über den bayerischen Märchenkönig Ludwig II.
Evelyn Schulz ist Professorin für Japanologie an der Universität München. Sie ist eine Kennerin der modernen Literatur Japans und befasst sich mit kulturell-literarischen Austauschbeziehungen und deren globaler Wirkung.
Yoshio Birumachi, Professor für Germanistik und Komparatistik an der Daitō Bunka Universität in Tokio, ist ausgewiesener Experte für Mori Ōgai.
Ein Abend über west-östliche Fernbeziehungen, moderne japanische Literatur und die Nebeneffekte des Heeressanitätswesens.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum.

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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM MÄRZ
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 30.03. 2012, 19.00 Uhr
Christian Feest/ Christiane Lange/ Wolfgang Stein
Taos, Georgia O´Keeffe und die Sehnsucht nach den Indianern
- „Mythos Georgia O´Keeffe“ – Anmerkungen von Christiane Lange (Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München)
- „Taos, Georgia O´Keeffe und die Sehnsucht nach den Indianern“ - Einblicke von Christian Feest (Wien)
- „Kachina-Figuren - Puppen für den „Weißen Mann“ – Betrachtungen von Wolfgang Stein (SMV München)
- „ Georgia O´Keeffe - Houses of my own“ – Ein Film (10 Min.) von Barbara B. Lynes and Jackie S. Hall (2009)
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Im Werk von Georgia O’Keeffe spielen Indianer zumindest unterschwellig eine Rolle, gerade weil ihre zweite
Lebenshälfte von ihren Erfahrungen in New Mexico und insbesondere in Taos geprägt war. Dort hatte sich nach dem
2. Weltkrieg eine Künstlerkolonie etabliert, deren Mitglieder in den Indianern eine wichtige Quelle der Inspiration sahen.
Im Mittelpunkt des Abends steht das Verhältnis der New Yorker Künstler zu den Indianern New Mexicos und die
Beziehung von primitivistischer Imagination zu sozialer und politischer Wirklichkeit. All dies bildet den Hintergrund für
eine Einschätzung des Einflusses der Wüstenlandschaft und ihrer Bewohner auf das Schaffen von O’Keeffe.
Prof. Dr. Christian Feest ist ausgewiesener Experte für die Indianer Nordamerikas und war von 2004 bis 2010 Direktor
des Museums für Völkerkunde Wien. Im Jahr 2011 kuratierte er die große Indianerausstellung im Lokschuppen
Rosenheim.
Prof. Dr. Christiane Lange ist Direktorin der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, in der gegenwärtig die große Ausstellung„Georgia O`Keeffe – Leben und Werk“ zu sehen ist.
Dr. Wolfgang Stein ist stellvertretender Direktor und Leiter der Nordamerika-Abteilung im Staatlichen Museum für
Völkerkunde München.
Ein Abend über große Sehnsüchte, nüchterne Wirklichkeiten und die Indianer des amerikanischen Südwestens.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum.
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Georgia O'Keeffe, Landschaft bei Black Mesa, New Mexico
© Georgia O'Keeffe Museum / VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Alfred Stieglitz, Georgia O'Keeffe, 1935,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2012
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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM FEBRUAR
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 24.02 2012, 19.00 Uhr
Dieter Jandt/ Ulrich Land
Der Plastiktüten-Planet
Glanz und Elend eines globalen Beutels
- „Hängen am Beutel – Das lange Sterben der Plastiktüte“ – Inszenierte Lesung eines Deutschlandfunk-Features von und mit Dieter Jandt (Schriftsteller und Journalist, Wuppertal)
- „Flower of Africa“ – Ein Kurzfilm (6 Min.) von Peter Heller (2012)
- „Unter dem Plastik liegt der Strand“ - Anmerkungen mit Videoclips von Laye Mansa (Musiker und Schauspieler, München/ Rufisque,Senegal)
- „Plastic Planet“ – Ausschnitte (20 Min.) aus einem Film von Werner Boote (2009)
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Alle hängen sie an der Plastiktüte, weltweit. Alles, was irgendwie irgendwo eingekauft wird, kommt in den Beutel; und der Müll desgleichen. Dabei weiß man doch: Bis die Plastiktüte sich in Wohlgefallen auflöst, dauert es eine Ewigkeit. Kompostierbare Tüten stoßen bislang auf wenig Gegenliebe.
Also versucht etwa China der Plastiktütenflut durch ein Verbot sehr dünner Tüten Herr zu werden. In Uganda stehen dicke Tüten auf der schwarzen Liste. Los Angeles hat sie rundweg alle verbannt. Das deutsche Umweltbundesamt hält ein generelles Verbot allerdings nicht für erforderlich. Und so hält sich bei allem Gegenwind die Tüte wacker. Nicht zuletzt vermutlich, weil sie eine gute Werbefläche ist. Tatsächlich schwankt die Bewertung von Plastiktüten durch die Zeiten und von Kultur zu Kultur: Hier hochbegehrtes Kultobjekt, dort protziges Statussymbol und wieder woanders verhasstes Symbol einer rücksichtslosen Zerstörung der Welt durch eine gedankenlose Menschheit.
Dieter Jandt arbeitet seit 15 Jahren als freier Autor und Hörfunk-Journalist. Hohe Popularität erlangten seine Reportagen aus Laos, Thailand und China. 2008 erschien sein Kriminalroman: „Rubine im Zwielicht". Das Feature „Hängen am Beutel – Das lange Sterben der Plastiktüte“ entstand in Zusammenarbeit mit Ulrich Land.
Der Musiker, Schauspieler und Umweltaktivist Laye Mansa ist im senegalesischen Rufisque geboren. Er lebt seit 1984 in Deutschland und ist Vorsitzender der Organisation „Art for Green e.V.“ (www.artforgreen.org )
Ein Abend über ein zwiespältiges globales Kulturgut.
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum.
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München |

Senam Okudzeto
„Ghana must go“ (2004) [Ausschnitt]
SMV Inv-Nr. 09-329 828


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DER ETHNOLOGISCHE SALON IM JANUAR
Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 27.01 2012, 19.00 Uhr
Alexander Knorr
Träumen Anthropologen von elektronischen Wilden?
Ethnologie, modernste Technik und neue Welten
- „Träumen Anthropologen von elektronischen Wilden?“ – Illustrierter Vortrag von PD Dr. Alexander Knorr (Institut für Ethnologie der LMU München)
- „Mensch und Maschine“ - Szenische Lesung aus dem Buch „Cyberanthropology“ von Alexander Knorr mit Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
- Independent Kurzfilme: Utopien und Dystopien
- Offenes Forum
- Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
Vorrangiges Ziel der Ethnologie ist, Kulturen und Gesellschaften des Hier und Jetzt zu verstehen. Sie werden weltweit mehr denn je von Wissenschaft, Technologie und Populärkultur beeinflusst und geprägt. Gerade deshalb sind die Beziehungen zwischen Mensch und modernster Technik wohl ein Hauptschlüssel zum Verständnis unserer Gegenwart. Wer die digitale Welt versteht, ihren Niederschlag in Literatur, Film und Computerspielen verfolgen kann, besitzt offenbar den Code zum Verständnis des Menschen…
Träumen Anthropologen also von elektronischen Wilden?
Dr. Alexander Knorr studierte Ethnologie, Psychologie und Theaterwissenschaft in München. 2009 wurde er im Fach Ethnologie habilitiert. Zur Zeit ist er Privatdozent und Akademischer Oberrat am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte sind die großen Gebirge Asiens, Erkenntnistheorie und „Cyberanthropology“. Sein gleichnamiges Buch ist 2011 im Peter Hammer Verlag erschienen.
Ein Abend über analoges Denken in digitalen Zeiten…..
Konzept und Organisation: Karin Sommer, Dr. Stefan Eisenhofer
Für Speisen und Getränke sorgt wie gewohnt max2, das Café im Völkerkundemuseum.
Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München |
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