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Staatliches Museum für Völkerkunde München
Kunst und Kultur aus Afrika • Asien • Amerika • Ozeanien


 



DER ETHNOLOGISCHE SALON 2010

Eine Veranstaltungsreihe im Staatlichen Museum für Völkerkunde

Veranstalter: Staatliches Museum für Völkerkunde München
Unterstützt vom Freundes- und Förderkreis des Museums für Völkerkunde München e.V.
 

Seit nunmehr acht Jahren besteht der Ethnologische Salon in München als Treffpunkt für all diejenigen, die sich für andere Kulturen und Zeiten interessieren. An (fast) jedem letzten Freitag im Monat werden im Foyer des Völkerkundemuseums inszenierte Lesungen zu unterschiedlichen ethnologischen Themen geboten.
Überraschungsgäste, Filme oder andere spannende Beiträge ergänzen die Abende. Anschließend ist in einem offenen Forum Zeit für anregende Gespräche. Für Speis und Trank sorgt max2, das Café im Völkerkundemuseum.

Im Ethnologischen Salon 2010 geht es einerseits um Menschen, die mit ihren Werken und ihrem Wirken einen wichtigen Beitrag zum Verständnis anderer Kulturen, aber auch der eigenen Gesellschaft leisten oder geleistet haben. Andererseits geht es um kulturelle Phänomene, die außergewöhnliche Einsichten in vermeintlich Alltägliches eröffnen und somit hoffentlich für "Aha-Erlebnisse" sorgen. Karin Sommer und Stefan Eisenhofer, die beiden Initiatoren und Organisatoren des Ethnologischen Salons, werden Sie wie immer moderierend durch die Abende begleiten.

Konzept und Organisation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer

Eintritt € 5,-/ erm. € 3,- je Abend, freier Eintritt für Mitglieder des Freundes- und Förderkreises des Museums für Völkerkunde

Freitagabend im Völkerkundemuseum: Ethno-logisch!

Programm 2010

Programmarchiv:

2009

2008

2007

2006

2005

2004

2003

Ethnologischer Salon, Januar 2003

Besucher beim ersten ethnologischen Salon, Januar 2003
Foto: Barbara Schirpke

 

Programm 2010

Freitag, 29.1.2010, 19 Uhr
Susanna Partsch
Im Farbenrausch - Paul Klee in Tunesien

Sommerpause:
Mai - August

Freitag, 26.2.2010, 19 Uhr
Magali Saikin/ Jürgen Schwenkglenks
Wie männlich ist der Tango?
Zur Kultur- und Gendergeschichte eines Tanzes

Freitag, 24.9.2010, 19 Uhr
Stefan Eisenhofer
Diesseits und jenseits von Lambaréné -
Albert Schweitzer revisited

Freitag, 26.3.2010, 19 Uhr
Carmen Butta/Christian Jungblut
Dandys im Slum - Die Sapeurs im Kongo

Freitag, 29.10.2010, 19 Uhr
Ulrike Budde
Prinzessin zwischen zwei Welten -
Salme aus Sansibar

Freitag,30.4.2010, 19 Uhr
Ivan Muñoz/ René Caparros/ Sigi Kaden
Die "Cátedra Humboldt" in Havanna -
Auf den Spuren der Deutschen in Kuba

Freitag, 26.11.2010, 19 Uhr
Karin Sommer
„Und dann kam Boas“ -
Von den Anfängen der Ethnologie



Texte zu den Veranstaltungen

DER ETHNOLOGISCHE SALON IM JANUAR

Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 29. Januar 2010 um 19:00 Uhr
Susanna Partsch
Im Farbenrausch – Paul Klee in Tunesien

  • „Ganz gute Bauchtänze. Sieht man zu Hause nicht“ – Lesung aus den Tagebüchern von Paul Klee mit Karin Sommer
  •  „Das Strandaquarell noch etwas europäisch…im zweiten traf ich zum ersten mal Afrika“- Paul Klee, August Macke und Louis Moilliet in Tunesien. Eine Einführung von Susanna Partsch (Kunsthistorikerin, München)
  •  „Die Tunisreise“ – Ausschnitte aus einem Film (2007) von Bruno Moll mit Nacer Khemir (20 Min.)
  • Außenansichten der eigenen Kultur - Nacer Khemir und Paul Klee in Tunesien. Susanna Partsch im Gespräch mit Karin Sommer und Stefan Eisenhofer
  • Offenes Forum
  • Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer

Als der Maler Paul Klee im Jahr 1914 zusammen mit August Macke und Louis Moilliet eine Reise nach Tunesien unternimmt, beeinflusst ihn dies nicht nur künstlerisch nachhaltig. Das Licht, die Formen und die Farben Nordafrikas inspirieren ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit eigenen und fremden ästhetischen Traditionen.
Gut 90 Jahre später folgt der tunesische Filmemacher und Maler Nacer Khemir in einem Film von Bruno Moll den Spuren von Paul Klee in Tunesien. Das Ergebnis ist nicht nur eine ganz persönliche Entdeckungsreise in den Maghreb und in arabische Kultur, sondern auch eine faszinierende Reflektion der aktuellen und historischen Beziehungen zwischen Okzident und Orient.

Ein Abend über leidenschaftliches Suchen, Licht und Schatten sowie europäische Sehnsüchte nach dem Orient.

Eintritt 5 € (ermäßigt 3 €). Freier Eintritt für Mitglieder des Freundeskreises!

Für Speisen und Getränke sorgt  max2, das Café im Völkerkundemuseum.


DER ETHNOLOGISCHE SALON IM FEBRUAR

Museum für Völkerkunde – Foyer
Freitag, 26. Februar 2010 um 19:00 Uhr
Magali Saikin/ Jürgen Schwenkglenks:
Wie männlich ist der Tango? –
Zur Kultur- und Gendergeschichte eines Tanzes

  • „Der Tango – Die inoffizielle Geschichte“ – Ein Abend mit Wort und Musik von Magali Saikin und Jürgen Schwenkglenks
  • „Melancholie und Leidenschaft: Der Tango im Film“ - Anmerkungen von Magali Saikin und Jürgen Schwenkglenks (mit Filmbeispielen)
  • Offenes Forum
  • Moderation: Karin Sommer und Stefan Eisenhofer

Das Tango-Klischee ist auf der ganzen Welt verbreitet: Die Leidenschaft zwischen Mann und  Frau in einem Tanz, in dem die sexuelle Spannung eine sehr wichtige Rolle spielt - der Argentinische Tango als "offizieller"
Ort der Heterosexualität par excellence. Nur - sind Männer und Frauen im Tango gleichwertig? Sind die Rollen im Tanz gleich gestellt? Und - ist es tatsächlich nur ein Tanz zwischen den beiden Geschlechtern?

Dr. Magali Saikin (Psychotherapeutin, Autorin) versucht aus einer Gender-perspektive die Geschlechterrollen im Argentinischen Tango kritisch zu untersuchen sowie seine spannende "inoffizielle Geschichte" zu beleuchten.

Jürgen Schwenkglenks (Musiker und Musikpädagoge) bietet den musika-lischen Blick auf den argentinischen Tango und wird dazu einige Klassiker auf der Gitarre präsentieren. Außerdem wird er auch erläutern, was das Thema "Tanzbarkeit oder Nichttanzbarkeit" im Tango ausmacht. Ein besonderes Augenmerk wird er dabei auf die Rolle werfen, die Komponisten, Interpreten und vor allem Arrangeure in der Tangomusik spielen.

Ein Abend über Männer- und Frauenbilder, Geschlechterkonstruktionen …und einen faszinierenden Tanz!

Eintritt 5 € (ermäßigt 3 €). Freier Eintritt für Mitglieder des Freundeskreises!

Für Speisen und Getränke sorgt  max2, das Café im Völkerkundemuseum.