Staatliches Museum für Völkerkunde München
Kunst und Kultur aus Afrika • Asien • Amerika • Ozeanien


 



Archiv der Sonderausstellungen

 

Kunstkabinett 3: Der Blaue Reiter und das Münchner Völkerkundemuseum

RÜCKSCHAU

11.11. 2009 – 24.05.2010

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Sufi Poster Art aus Pakistan

RÜCKSCHAU

Sonderschau in der Ravi Gallery, 1. OG
06. Mai 2008 – 02. Mai 2010

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Formenwelten der Kalebassen in Afrika

RÜCKSCHAU

Sonderschau in der Afrika-Dauerausstellung
bis Ende Ende Januar 2010

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Nordsibirien - Leben in der Tundra und am Arktischen Ozean

RÜCKSCHAU

Zweigmuseum in Oettingen:
02. April 2009 bis 31. Januar 2010

 

Mazu – Chinesische Göttin der Seefahrt. Kolorierte Holzschnitte von Lin Chih-hsin
Begleitet von Pilgerstäben des Künstlers Ludwig Denk

RÜCKSCHAU

Sonderausstellung, 1. OG
11. Februar bis 04. Oktober 2009

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850 Jahre München - 450 Jahre Völkerkunde in München

RÜCKSCHAU

Sonderschau im 1. OG
ab 07. Dezember 2007

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Entstanden im Feuer
Keramik- und Bronze-Objekte von Gerd Knäpper

RÜCKSCHAU

Sonderausstellung
28. Mai. - 25. Oktober 2009


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Kunstkabinett 3: Der Blaue Reiter und das Münchner Völkerkundemuseum

11.11. 2009 – 24.05.2010

In die Dauerausstellung Weiter als der Horizont – Kunst der Welt integriert ist der Sonderausstellungsbereich Kunstkabinett. Im Kunstkabinett werden in loser Folge wechselnde Ausstellungen präsentiert, die einzelne Aspekte des Grundthemas herausgreifen und akzentuieren.Der 1912 erschienene Almanach 'Der Blaue Reiter' zählt zu den bedeutendsten programmatischen Künstlerschriften des 20. Jahrhunderts. Wassily Kandinsky und Franz Marc propagierten mit der Schrift eine neue Geistigkeit und Freiheit für die Kunst. Sie lösten bisherige Grenzziehungen zwischen Kunstgattungen und damit verbundene Wertigkeiten auf und nahmen neben Werken der Gotik und der modernen Kunst auch Volkskunst, Kinderkunst und besonders ethnographische Kunst in ihr Buch mit auf. Neun dieser ethnographischen Kunstwerke aus Amerika, Ozeanien, Südasien und Afrika, die aus den Sammlungen des Staatlichen Museums für Völkerkunde München stammen, werden nun exklusiv im Kunstkabinett präsentiert.  Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Hirmer Verlag)Ausstellungsbegleitende Führungen der Reihe "Kuratoren führen" finden an jedem dritten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr statt.
Die Themen finden Sie hier.

Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok
+49(0)89-210136-136
elke.bujok@mfv.bayern.de

In der Reihe "Kunstkabinett" waren bereits zu sehen:
Kunstkabinett 1: Spuren der Heiligkeit. Mystischer Islam in Pakistan. Fotografien von Lukas Werth (22.1. - 3.5.2009)
Kunstkabinett 2: Die Kunst des Fälschens -  untersucht und aufgedeckt (22.1. - 3.5.2009)

 

 

Sufi Poster Art aus Pakistan

Studioausstellung der Orient-Abteilung in der Ravi Gallery
06. Mai 2008 bis 02. Mai 2010

In Pakistan, dem zweitgrößten Land der muslimischen Welt und Kerngebiet des Sufismus (islamische Mystik), spielt die volkstümliche Verehrung charismatischer Heiliger eine außerordentliche Rolle. Zeitgenössische Poster-Porträts, die diese „Freunde Gottes“ und ihre Mausoleen abbilden, sind wichtige Medien der Frömmigkeit. Im Gegensatz zur allgemeinen islamischen Vermeidung figurativer Darstellungen orientiert sich der lebendige Schrein-Islam Pakistans an Bildern. „Persönlichkeitsposter“ berühmter Sufi-Heiliger sind konkrete bildliche Manifestationen, die heute in die Kultur des Massenkonsums eingebunden sind, aber dennoch ein reiches Archiv des visuellen Gedächtnisses bewahren.

Das Völkerkundemuseum zeigt eine Auswahl seiner weltweit einzigartigen Sammlung dieser populären farbenfrohen Bildkunst.

Wissenschaftliche Auskunft:
Privatdozent Dr. Jürgen Wasim Frembgen
Tel. +49-(0)89- 2101 36 141
juergen.frembgen@mfv.bayern.de


 

Formenwelten der Kalebassen in Afrika

Sonderschau in der Afrika-Dauerausstellung
bis Ende Januar 2010

Kalebassen faszinieren durch die überbordende Vielfalt ihrer Formen und Verzierungen. Durch gezieltes Abbinden der Flaschenkürbispflanze kann die spätere Gestalt einer Kalebasse modelliert werden. Die Art der Muster reicht von Bemalungen über Einbrennungen bis hin zu Intarsien. Sie dienen häufig nicht nur der Dekoration, sondern transportieren auch Bedeutungen.Kalebassen werden auf dem gesamten afrikanischen Kontinent hergestellt und benutzt. Sie dienen als Gefäße, Schalen oder Schöpflöffel für Speisen und Getränke, medizinische und kosmetische Flüssigkeiten. Auch Musikinstrumente, Schnupftabakdosen oder rituelle Objekte werden aus Flaschenkürbissen hergestellt. Die meisten der hier gezeigten Kalebassen waren bislang im Afrika-Depot des Museums lediglich Forschern und interessierten Sammlern zugänglich und werden somit erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.Die kleine Sonderschau, die unter Mithilfe von Lena Siemers realisiert werden konnte, ist bis Ende des Jahres 2009 in der Afrika-Dauerausstellung zu sehen.

Wissenschaftliche Auskunft
Dr. Stefan Eisenhofer
089-21 01 36-138
stefan.eisenhofer@mfv.bayern.de


 

 

Mazu – Chinesische Göttin der Seefahrt. Kolorierte Holzschnitte von Lin Chih-hsin
Begleitet von Pilgerstäben des Künstlers Ludwig Denk

RÜCKSCHAU

Sonderausstellung
11. Februar bis 04. Oktober 2009

Lin Chih-hsin (geb. 1936 im Südwesten Taiwans) vollendete das weltweit einmalige Werk "Die feierliche Begrüßung der Mazu" nach 20jähriger Arbeit im Jahr 1996.
Die höchst sehenswerte 124 Meter lange kolorierte Holzschnittfolge zeigt in farbenfrohen Abbildungen eine Prozession zu Ehren von Mazu, der taiwanesische Göttin der Seefahrt. Alljährlich finden in Südostchina und auf Taiwan Anfang Mai prachtvolle Tempelfeste und feierliche Prozessionszüge zu Ehren des Geburtstages der Göttin Mazu (Ma-tsu) statt, die der Legende nach im 10. Jahrhundert auf der Insel Meizhou lebte. Als Schutzgöttin wurde und wird Mazu besonders von Seeleuten und den Bewohnern der Küstengebiete Chinas und Taiwans verehrt. Sie gilt als barmherzige Göttin und allgemeine Nothelferin, die unter anderem auch Reichtum und Kindersegen spendet.

Pilgerstäbe von Ludwig Denk
Der Pilgerstab ist nicht nur ein Attribut des Pilgers, er ist auch ein Symbol für die lebenslange Reise des Menschen durch Raum und Zeit und verbindet Himmel und Erde.
Für den Künstler Ludwig Denk (geb. 1938 in Deggenau/Bayerischer Wald) entstand aus den beiden Begriffen – Attribut und Symbol – die Idee, das Thema "Pilgerstäbe" künstlerisch und kulturenübergreifend umzusetzen. Das vielfältige Ergebnis dieser sich über die letzten zehn Jahre erstreckenden Arbeit ist in der Ausstellung zu bewundern.

Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Bruno Richtsfeld
Tel.: +49 - 89 - 2101 36 - 131

bruno.richtsfeld@mfv.bayern.de

Ausstellungsbesprechung mit Film der Universität Zürich

zum Katalog "Mazu"


850 Jahre München -
450 Jahre Völkerkunde in München

RÜCKSCHAU

Sonderschau mit wechselnden Exponaten
im Zentralbereich des I. OG
ab 07. Dezember 2007 bis 29
. März 2009

Die Sonderschau ist der Beitrag des Staatlichen Museums für Völkerkunde zum 850-jährigen Jubiläum der Stadt München und lässt die 450-jährige Tradition ethnographischen Sammelns in München lebendig werden. In monatlichem Wechsel werden einzelne ethnographische Objekte vorgestellt, die über Münchner Sammler ins Museum kamen.

Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok

Verantwortlich für die Ausstellungsreihe:
Dr. Jean-Loup Rousselot
Tel.: +49 - 89 - 2101 36 - 128

jean-loup.rousselot@mfv.bayern.de

Rückblick:
Korb, Amazonien; Grabfigur, Sumatra; Frauenkleid, Nordamerika; Holz-Panel, Südafrika; Faltbuch, Myanmar; Bildteppich, Iran; Aizen-myôô, Japan; Vierkantkeule, Brasilien; Truhe, Pakistan; Bisondecke, Nordamerika; Tanzender Shiva, Indien; "Liebesbrief" aus Perlen, Südafrika; Buddha Amitabha , Japan

Pressetext zur Sonderschau
450 Jahre Völkerkunde


Entstanden im Feuer
Keramik- und Bronze-Objekte von Gerd Knäpper

RÜCKSCHAU

Sonderausstellung
28.05. - 25.10.2009

1943 in Wuppertal geboren, fand Gerd Knäpper nach langen Wanderjahren durch Europa und die USA in den sechziger Jahren in Japan eine neue Heimat. Er arbeitete bei verschiedenen Töpfermeistern und gründete schließlich im berühmten Töpferort Mashiko eine eigene Werkstatt. Seinen Durchbruch als europäischer Keramiker in Japan hatte Gerd Knäpper 1971, als er in einem Wettbewerb traditioneller japanischer Keramik, zu dem die Stücke anonym eingereicht wurden, den ersten Preis unter 500 eingereichten Arbeiten gewann – eine Sensation!Gerd Knäpper
Knäpper nahm Anregungen aus der frühgeschichtlichen Jomon-Keramik und der traditionellen japanischen Keramik auf und schuf durch geometrische Umformung und Vereinfachung sein Markenzeichen: Parallelstrichmuster
werden halbkreisförmig übereinandergesetzt oder spiralförmig in das Gefäß einkerbt, wobei die Keramiken überwiegend mit natürlicher Ascheglasur versehen sind.
Neben hohen Gefäßen und Vasen stehen große runde Schalen von bis zu 60 cm Durchmesser. Auch hier kerbt Knäpper die Muster in die Oberfläche ein, wobeiübereinander gelagerte Wellenformen oder aus der Mitte heraus laufende fächerartige Motive charakteristisch sind. Ein weiteres Arbeitsgebiet sind die bei der Teezeremonie verwendeten Gefäße.
In Japan genießt Gerd Knäpper als bildender Künstler großes Ansehen: 1986 wurde ihm aus Anlass der 25. Ausstellung » Japan – zeitgenössisches Kunst-Kunsthandwerk« die Auszeichnung des japanischen Premierministers verliehen.


Wir danken den Mitveranstaltern und Sponsoren, die die Ausstellung ermöglichten
:
Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.
D.A.S. Versicherungen, München
ars@vita e.V., Gesellschaft zur Förderung kultureller Zwecke

 

Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Bruno Richtsfeld
Tel.: +49 - 89 - 2101 36 - 131

bruno.richtsfeld@mfv.bayern.de



 

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