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Archiv der Sonderausstellungen
Positionen
Japanische Holzschnitte im 20. Jahrhundert
RÜCKSCHAU
Sammlung Walter Schmidt
Offizielle Ausstellung im Rahmen der Reihe 150 Jahre Deutschland - Japan
Ausstellungsdauer: 30.11.2010 - 08.05.2011 |
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Kunstkabinett 4
Im Porträt: Gesichtstatauierungen der Chin-Frauen in Birma
RÜCKSCHAU
Fotografien von Jens Uwe Parkitny
Ausstellungsdauer: 16. 06 – 31.10.2010 |
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Japanische Lackkunst für Bayerns Fürsten
"Die Japanischen Lackmöbel der Staatlichen Münzsammlung München"
RÜCKSCHAU
Ausstellung der Staatlichen Münzssammlung im Völkerkundemuseum
Offizielle Ausstellung im Rahmen der Reihe 150 Jahre Deutschland - Japan
26.01.2011 - 08.05.2011 |
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Kleine Sonderschau in der Afrika-Dauerausstellung
"Südafrika – von hölzernen Kopfkissen,
Fußball-Fan-Helmen und Plastiktütenküken"
RÜCKSCHAU
Das Apartheid-System in Südafrika hatte viele Bereiche des Lebens durchdrungen – auch die Wahrnehmung und Ausstellung der Werke schwarzer Künstler, die bis zur Demokratisierung des Landes im Jahre 1994 weitgehend ignoriert wurden.
Mit dieser kleinen Sonderschau sollen Kunsttraditionen Südafrikas exemplarisch gewürdigt werden – und zwar sowohl traditionelle Werke anhand einer Auswahl von Kopfstützen wie auch zeitgenössische populäre Kunsttraditionen, die häufig auf leicht verfügbare und kostengünstige Materialien zurückgreifen – beispielsweise beim Fußball-Fanhelm auf einen Grubenhelm oder bei den Tierfiguren auf Plastiktüten.
Die kleine Sonderschau war bis Ende März 2011 in der Afrika-Dauerausstellung zu sehen. |
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Die Aura des Alif. Schriftkunst im Islam
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung im Rahmen der Münchner Reihe „Changing Views. 100 Jahre nach der Ausstellung ‚Meisterwerke muhammedanischer Kunst’ in München“
Ausstellungsdauer: 22.10.2010 – 20.2.2011 |
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Kashmir, Ladakh, Baltistan 1911/12
Fotografien von Otto Honigmann
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung
Ausstellungsdauer: 10.02.2010 - 20.06.2010 |
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Neu
im Museum
RÜCKSCHAU
Sonderschau im 1. OG
Aktuelles Thema:
Sammlung Fittkau
Materielle Kunst der Amazonas-Indianer
19.05. - 17.10.2010 |
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Pueblo-Indianer
und Indianer in Kalifornien
RÜCKSCHAU
Sonderschau im Nodamerika-Saal, 2. OG
April 2006 – 31. Januar 2010 |
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A STRONG DESIRE TO SEE THE WORLD
Eine Reise durch das Museum für Völkerkunde München
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung
15.04. – 12.09.2010 |
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Kunstkabinett 3: Der Blaue Reiter und das Münchner Völkerkundemuseum
RÜCKSCHAU
11.11. 2009 – 24.05.2010 |
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Sufi
Poster Art aus Pakistan
RÜCKSCHAU
Sonderschau in der Ravi Gallery, 1. OG
06. Mai 2008 – 02. Mai 2010 |
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Formenwelten der Kalebassen in Afrika
RÜCKSCHAU
Sonderschau in der Afrika-Dauerausstellung
bis Ende Ende Januar 2010 |
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Nordsibirien -
Leben in der Tundra und am Arktischen Ozean
RÜCKSCHAU
Zweigmuseum in Oettingen:
02. April 2009 bis 31. Januar 2010 |
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Mazu
– Chinesische Göttin der Seefahrt. Kolorierte Holzschnitte
von Lin Chih-hsin
Begleitet von Pilgerstäben des Künstlers Ludwig
Denk
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung, 1. OG
11. Februar bis 04. Oktober 2009 |
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850
Jahre München - 450 Jahre Völkerkunde in München
RÜCKSCHAU
Sonderschau im 1. OG
ab 07. Dezember 2007 |
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Entstanden
im Feuer
Keramik- und Bronze-Objekte von Gerd Knäpper
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung
28. Mai. - 25. Oktober 2009 |
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Positionen. Japanische Holzschnitte
im 20. Jahrhundert
Sammlung Walter Schmidt
Offizielle Ausstellung im Rahmen der Reihe 150 Jahre Deutschland - Japan
Ausstellungsdauer: 30.11.2010 - 08.05.2011
Mit der Regierung des Meiji-Kaisers (1868 – 1912) wurde die Öffnung Japans zum Westen offizielle Politik. Auch in der Kunst favorisierte der Staat die moderne, »westliche« Richtung yôga. Ihr gegenüber organisierte sich die in –modernisierter – japanischer Art malende Gruppe der
nihonga-Richtung.
Beide Positionen fanden sich in den Holzschnitten wieder, die ursprünglich Gemeinschaftsarbeit des Künstlers, Blockschnitzers und Druckers waren und Themen des ukiyo, der »fließend-vergänglichen« Welt darstellten. So bevorzugten die in dieser arbeitsteiligen Tradition des »Neuen Holzschnittes« shin-hanga arbeitenden Künstler wie Hayashiguchi Goyô, Ito Shinsui und Kawase Hasui die auch im Westen beliebten Motive der »Schönen Frauen«.
Seit 1900 verstärkte sich der Einfluss westlicher Graphik. Nach deren Vorbild vereinten die Holzschnittkünstler alle Arbeitsvorgänge in einer Hand. Diese Richtung des »kreativ geschaffenen Drucks« sôsaku hanga wurde anfangs sehr stark vom Staat gefördert. Zu den neuen Themen zählten nunmehr die Darstellung von Gefühlen und Träumen, die Welt des Buddhismus sowie abstrakte Motive, etwa in den Werken von Saitô Kiyoshi, Koizumi Kishio oder
Hashimoto Okiie.
Professor Dr. Walter Schmidt lehrte von 1968 bis 1991 Medizin an den Universitäten Frankfurt und Innsbruck und sammelte seit Jahrzehnten das gesamte Spektrum des japanischen Holzschnittes mit Schwerpunkt 20. Jahrhundert. In den letzten Jahren übergab er seine mit großer Kennerschaft aufgebaute einmalige Sammlung von über 500 Blättern dem Museum für Völkerkunde München. Dank dieser generösen Schenkung zählt das Münchner Museum zu den
wichtigen über Deutschland hinausstrahlenden Zentren der modernen japanischen Druckgraphik. Die von Walter Schmidt erworbenen Holzschnitte ermöglichen es, unterschiedliche Themen in Einzelausstellungen zu präsentieren. Eine umfassende Ausstellung auf der Grundlage des Gesamtkataloges wird schließlich den Rang der Sammlung und die Großzügigkeit des Sammlers würdigen. |


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Weiter als der Horizont
Kunstkabinett 4:
Im Porträt: Gesichtstatauierungen der Chin-Frauen in Birma
Fotografien von Jens Uwe Parkitny
16.06. – 31.10.2010
Der Fotograf Jens Uwe Parkitny bereist seit 2001 regelmäßig das schwer zugängliche Gebiet der Chin und schuf während seiner Reisen auf behutsame und sehr ästhetische Weise Porträtaufnahmen der Chin-Frauen, die nun erstmals in einem europäischen Völkerkundemuseum zu sehen sind. Im Kunstkabinett werden 22 seiner fotografischen Porträts von Chin-Frauen gezeigt, die in den Jahren 2001 bis 2007 entstanden sind. Die umfangreiche fotografische Dokumentation der Gesichtstatauierungen der Chin-Frauen durch Jens Uwe Parkitny ist die erste ihrer Art und schon deshalb einmalig.
Das charakteristische Kennzeichen der Chin-Frauen ist ihr tatauiertes Gesicht. Mit Dornenkämmen und einer Mischung aus Ruß und Pflanzensäften werden bereits den Mädchen und jungen Frauen komplexe Muster, die auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückgehen, in die Gesichtshaut tatauiert. Dies galt als Voraussetzung für die Heirat. Die heutige Generation der Chin steht dem alten Brauch der Tatauierung eher ablehnend gegenüber. Die Orientierung an westlichen Schönheitsidealen und westlicher Kleidung setzt sich auch bei den Chin immer mehr durch, und so sind es meist nur noch die alten Frauen, die auf ihren zerfurchten Gesichtern diese eindrucksvollen Muster tragen.
Das Volk der Chin (ca. 1,5 Millionen Menschen) lebt heute im Nordwesten Birmas, in Bangladesh und Indien. Alleine in Birma existieren über 30 verschiedene Untergruppen der Chin mit eigenen Dialekten. Tief eingeschnittene Täler und hohe Berge prägen die Landschaft. Die Flüsse sind nur mit kleinen Booten befahrbar und die wenigen Straßen in der Regenzeit unpassierbar. Schon seit dem 19. Jh. wurden die Chin von der American Baptist Mission in großem Umfang missioniert, so dass sich heute über 70 Prozent der Bevölkerung zum Christentum bekennen, während die Mehrzahl der Birmanen Buddhisten sind.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Wolfgang Stein
Tel. +49 (0)89 21 01 36 176
wolfgang.stein@mfv.bayern.de
Katalog zur Ausstellung: 13.50 €
Für die Unterstützung der Ausstellung danken wir

und
www.photography-now.com |




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Japanische Lackkunst für Bayerns Fürsten
"Die japanischen Lackmöbel der Staatlichen Münzsammlung München"
Ausstellung der Staatlichen Münzssammlung im Völkerkundemuseum.
Offizielle Ausstellung im Rahmen der Reihe 150 Jahre Deutschland - Japan26.01.2011 - 08.05.2011
In Japan erlebte die fernöstliche Technik der Lackkunst während des 17. Jahrhunderts eine Blütezeit. Den Künstlern gelang es in einzigartiger Weise, in fein abgestuften, zum Teil reliefierten Streubildern Figuren und Landschaften darzustellen, die sich durch ihre Goldfarbe wirkungsvoll vom schwarzen Lackgrund abheben. Auf diese glänzenden Objekte wurden holländische Händler der Vereinigten Ostindien Kompanie aufmerksam. Bald beauftragten sie japanische Lackmeister mit der Herstellung von Kabinetten, die sie in Europa an vermögende Persönlichkeiten zu verkaufen gedachten.
Fürsten des Hauses Wittelsbach, darunter Max Emanuel (1679–1726), erwarben in beträchtlichem Umfang diese exotischen Luxusmöbel. Nachdem bereits 1707 ein Kabinett in der Münchner Residenz als Münzmöbel diente, wurden die Lackschränke der Wittelsbacher um 1800 vollständig in die Münchner Münzsammlung überführt und zu Münzmöbeln umgebaut.
Der Bestand gilt als der größte seiner Art in Europa. Die zum Teil rätselhaften Bildmotive werden in einem zur Ausstellung erscheinenden Katalog erstmals vollständig dargestellt und in ihrer Bedeutung erforscht. |
 Kabinett mit Fasanen und Ahorn
Japan, zweite Hälfte 17. Jahrhunder

Detail aus Truhenschrank mit chinesischer Szene
Japan, zweite Hälfte 17. Jahrhundert

Kabinett mit einer Szene aus der Kindheit des Shiba Onkō
Japan, Mitte 17. Jahrhundert? |
Die Aura des Alif. Schriftkunst im Islam
Sonderausstellung im Rahmen der Münchner Reihe „Changing Views. 100 Jahre nach der Ausstellung ‚Meisterwerke muhammedanischer Kunst’ in München“
Ausstellungsdauer: 22.10.2010 – 20.2.2011
Schrift ist ein Schlüssel zum Verständnis muslimischer Kulturen – ein essentielles Bindeglied zwischen den verschiedenen „beschrifteten Welten“ des Islam. Die Ausstellung des Völkerkundemuseums will mit den reichen eigenen Beständen an Kunstwerken und ethnographischen Objekten sowie zahlreichen hervorragenden Leihgaben die Augen öffnen sowohl für die Schönheit als auch für die Bedeutungsdimensionen arabischer Schrift. Ausgehend von der faszinierenden Ästhetik der Kalligraphie wird der Besucher mit der inhaltlichen und symbolischen Absicht der Schrift in Religion, Magie und Poesie vertraut gemacht. Schriftträger sind nicht nur Papier und Haut, sondern auch Keramik, Metall, Stein, Holz, Lack, Leder, textile Stoffe und anderes Material. Die Präsentation reicht in ihrer Vielfalt von der Frühzeit des Islam bis in das 21. Jahrhundert, von der Kunst herrschender Eliten bis zur Volkskunst und Alltagsästhetik. In der Aura des Alif, des ersten Buchstabens im arabischen Alphabet, der die göttliche Einheit symbolisiert, werden die Würde muslimischer Kulturen und deren künstlerische Ausdrucksformen lebendig.
Begleitprogramm
Wissenschaftliche Auskunft:
Privatdozent Dr. Jürgen Wasim Frembgen
Tel. +49 (0)89 210 136 141
juergen.frembgen@mfv.bayern.de
Dzamna Krpo M.A.
Tel. +49 (0)89 210 136 142
dzamna.krpo@mfv.bayern.de
Weitere Informationen
www.changing-views.de

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Fliese mit Anfang der basmala
Syrien, 16.-17. Jh.



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Kashmir, Ladakh, Baltistan 1911/12
Fotografien von Otto Honigmann
Sonderausstellung
Ausstellungsdauer: 10.02.2010 - 20.06.2010
Otto Honigmann (1879-1959) entstammte einer bekannten Familie von Bergwerksbesitzern aus Aachen. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg konnte er drei große Überseereisen unternehmen. Die dritte und längste führte ihn im Mai 1911 zusammen mit Bruder und Freund nach Kashmir, Ladakh und Baltistan. Im Oktober 1911 trennten sich die Wege der drei Reisenden und Otto Honigmann beschloss, den Winter 1911/12 allein in Ladakh und Baltistan zu verbringen und kehrte erst im Mai 1912 nach Europa zurück.Otto Honigmann war kein professioneller Fotograf, aber ein einfühlsamer Beobachter. Seine Fotografien halten dokumentarisch und unbestechlich Momente fest, die auf wundersame Weise eine vergangene Epoche zum Leben erwecken. So etwa den Einzug des Maharaja von Jammu und Kashmir in seine Sommerresidenz Srinagar, die Präsenz der englischen Kolonialbeamten und der Herrnhuter Missionare, das Leben im Bazar von Leh und das Fest im Kloster Hemis, die Nomaden auf der Hochebene von Rupshu und die aus Tibet kommenden Karawanen, sowie Träger und Packtiere bei der abenteuerlichen Überquerung von Flüssen und Pässen in Ladakh, Nubra, Baltistan und Gilgit.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Michaela Appel
+49 (0)89 21 01 36 139
michaela.appel@mfv.bayern.de |

Winterbrücke über den Shayok bei Khapalu

Einzug des Maharadja von Jammu und
Kashmir nach Srinagar

Im Klosterhof von Lamayuru

Dorf und Kloster von Charasa im Nubratal |
Neu
im Museum
Sonderschau
im Zentralbereich des I. OG
Unter dem Titel "NEU
IM MUSEUM" werden im Zentralbereich des 1. OG in loser Folge
Exponate vorgestellt, die als Spende, Schenkung oder Ankauf neu
ins Haus gekommen sind, oder nach einer Restaurierung wieder in
altem Glanz erstrahlen.
Aktuelles Thema:
Sammlung Fittkau
Materielle Kunst der Amazonas-Indianer
19.05. - 17.10.2010
Vom 19. Mai bis 17. Oktober 2010 wird im Freskensaal des Museums eine erste Auswahl der mehr als 4000 Objekte umfassenden Sammlung gezeigt, die Professor Fittkau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei über 100 Indianergruppen im gesamten Amazonasgebiet zusammentrug. Den größten Teil der Objekte sammelte er in direktem Kontakt mit den Indianern. Es entstand eine der bedeutendsten Sammlungen materieller Kultur der Amazonasindianer, die heute in dieser Form nicht mehr angelegt werden könnte. Sie zeigt den rasanten Wandel auf, dem der Lebensraum Amazonas in den letzten fünfzig Jahren unterworfen war.
Die Sammlung führt die gute Amazonien-Tradition des Staatlichen Museums für Völkerkunde München fort, die mit der Brasilienreise von Johann Baptist von Spix und Carl Friedrich Philipp von Martius in den Jahren 1817-1820 begann, die den Grundstock für die Errichtung eines ethnologischen Museums in München legte. Professor Fittkau war der zehnte Nachfolger von Spix als Direktor der Zoologischen Staatssammlung und leitete die jüngsten Forschungen über dessen Brasilienexpedition ein.
Für die großzügige Unterstützung des Ankaufs danken wir der Kulturstiftung der Länder, dem Sammelansatz des Freistaates Bayern durch die Direktorenkonferenz der Staatlichen Museen und Sammlungen, dem Freundes- und Förderkreis des Staatlichen Museums für Völkerkunde München e.V., der Bayerischen Landesstiftung und S.K.H. Herzog Franz von Bayern.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok
Tel. +49 (0)89 210 136 136
elke.bujok@mfv.bayern.de |


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Pueblo-Indianer und Indianer in Kalifornien
Sonderschau
im Nordamerika-Saal
April 2006 bis 31. Januar 2010
Der
nordamerikanische Südwesten ist von kultureller und sprachlicher
Vielfalt geprägt, in Kalifornien ebenso wie im Pueblo-Gebiet.Im
Norden Kaliforniens, einem bewaldeten Gebiet mit gemäßigtem
Klima, war der Fischfang sehr ergiebig und ermöglichte eine
sesshafte Lebensweise. Die Hupa, die Yurok, u. a., wohnten das
ganze Jahr über in geräumigen Plankenhäusern. Die
kleinen Dörfer entlang der Flüsse blieben voneinander
unabhängig, keine übergeordnete Instanz verband sie.
In MIttel- und Südkalifornien lebten die Menschen als Sammler
und Jäger, wobei die Jagd auf Grund der spärlichen Fauna
in diesem trockenen Gebiet nebensächlich blieb. Bei allen
diesen Kulturen stellten Eicheln die Basis der Ernährung
dar. Sie wurden in Mörsern zu Mehl zerstoßen und entsäuert,
bevor man sie zu Brot oder Brei verarbeitete. Die Korbflechterei
war sehr vielseitig und in allen Bereichen der materiellen Kultur
vorhanden. Die Körbe weisen neben ihrer Funktionalität
hohe ästhetische Ansprüche auf. Wohlstand wurde durch
wertvolle Gegenstände wie Dentalium, Obsidian oder speziellen
Stirnschmuck zur Schau gestellt.Die
Vorfahren der Pueblo-Indianer begannen vor ca. 2.000 Jahren, Ackerbau
zu betreiben und feste Dörfer anzulegen. Sie bauten u.a.
Mais, Bohnen und Kürbisse an, trieben Handel und gingen nebenbei
weiter Jagen und Sammeln. Mit Bewässerungskanälen und
der Hilfe übernatürlicher Wesen, u.a. der Kachina, kämpften
sie gegen die Trockenheit ihrer wüstenartigen Umgebung an.
Ihre kunstvolle, seit prähistorischer Zeit betriebene Töpferei
ist heute ein einträglicher Erwerbszweig.Die
Sonderschau innerhalb der Dauerausstellung Nordamerika-Saal zeigt
Keramiken, Kachina-Figuren, Schmuck und Alltagsgegenstände
der verschiedenen Pueblo-Kulturen sowie seltene, frühe Objekte
der kalifornischen Indianer, darunter wertvolle muschelverzierte
Körbe, Kopfschmuck und Gebrauchsgegenstände.
Wissenschaftliche
Auskunft:
Dr. Wolfgang Stein
+49 (0)89 210 136 176
wolfgang.stein@mfv.bayern.de |
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Grafik: Kalifornische Jäger, Choris 1822

Kachina-Figur: Palhik-Mana, um 1910 |
A STRONG DESIRE TO SEE THE WORLD.
Eine Reise durch das Museum für Völkerkunde München
Sonderausstellung.
Die Künstlerin Isi Kunath aus Amsterdam zeigt uns ihre Sicht auf unser Haus.
Ausstellungsdauer: 15.04. – 12.09.2010
Über 12 Monate hinweg (2009/2010) habe ich im Münchner Museum für Völkerkunde Feldforschung betrieben, in einem „Land“ von 12.000qmtr., mit 53 Einwohnern und über 150.000 Schätzen. So wie ein Entdecker etwas über die Welt in Erfahrung bringen möchte, so möchte ich meine sehr persönliche Sicht auf eine „Version von Welt“ zeigen.
„A STRONG DESIRE TO SEE THE WORLD“ spiegelt meine sinnlichen Wahrnehmungen wider, die ich beim sammeln ästhetischer Eindrücke und von Erfahrungsberichten der „Einheimischen“ gemacht habe.
Die Ausstellung versteht sich als Konstruktion, Reflexion und Aufarbeitung einer erweiterten Vorstellung von (musealer) Wirklichkeit.
info@isi-kunath.com
Amsterdam
www.isi-kunath.com
Lesen Sie hier die Einführungsrede zur Ausstellung
„A Strong Desire to see the World“ von Isi Kunath
im Staatlichen Museum für Völkerkunde München
am 14.4.2010. |
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Kunstkabinett 3: Der Blaue Reiter und das Münchner Völkerkundemuseum
11.11. 2009 – 24.05.2010
In die Dauerausstellung Weiter als der Horizont – Kunst der Welt integriert ist der Sonderausstellungsbereich Kunstkabinett. Im Kunstkabinett werden in loser Folge wechselnde Ausstellungen präsentiert, die einzelne Aspekte des Grundthemas herausgreifen und akzentuieren.Der 1912 erschienene Almanach 'Der Blaue Reiter' zählt zu den bedeutendsten programmatischen Künstlerschriften des 20. Jahrhunderts. Wassily Kandinsky und Franz Marc propagierten mit der Schrift eine neue Geistigkeit und Freiheit für die Kunst. Sie lösten bisherige Grenzziehungen zwischen Kunstgattungen und damit verbundene Wertigkeiten auf und nahmen neben Werken der Gotik und der modernen Kunst auch Volkskunst, Kinderkunst und besonders ethnographische Kunst in ihr Buch mit auf. Neun dieser ethnographischen Kunstwerke aus Amerika, Ozeanien, Südasien und Afrika, die aus den Sammlungen des Staatlichen Museums für Völkerkunde München stammen, werden nun exklusiv im Kunstkabinett präsentiert. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Hirmer Verlag)Ausstellungsbegleitende Führungen der Reihe "Kuratoren führen" finden an jedem dritten Sonntag im Monat um 15.00 Uhr statt.
Die Themen finden Sie hier.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok
+49 (0)89 210 136 136
elke.bujok@mfv.bayern.de
In der Reihe "Kunstkabinett" waren bereits zu sehen:
Kunstkabinett 1: Spuren der Heiligkeit. Mystischer Islam in Pakistan. Fotografien von Lukas Werth (22.1. - 3.5.2009)
Kunstkabinett 2: Die Kunst des Fälschens - untersucht und aufgedeckt (22.1. - 3.5.2009) |


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Sufi
Poster Art aus Pakistan
Studioausstellung der Orient-Abteilung
in der Ravi Gallery
06. Mai 2008 bis 02. Mai 2010
In Pakistan, dem zweitgrößten
Land der muslimischen Welt und Kerngebiet des Sufismus (islamische
Mystik), spielt die volkstümliche Verehrung charismatischer
Heiliger eine außerordentliche Rolle. Zeitgenössische
Poster-Porträts, die diese „Freunde Gottes“
und ihre Mausoleen abbilden, sind wichtige Medien der Frömmigkeit.
Im Gegensatz zur allgemeinen islamischen Vermeidung figurativer
Darstellungen orientiert sich der lebendige Schrein-Islam Pakistans
an Bildern. „Persönlichkeitsposter“ berühmter
Sufi-Heiliger sind konkrete bildliche Manifestationen, die heute
in die Kultur des Massenkonsums eingebunden sind, aber dennoch
ein reiches Archiv des visuellen Gedächtnisses bewahren.
Das Völkerkundemuseum zeigt
eine Auswahl seiner weltweit einzigartigen Sammlung dieser populären
farbenfrohen Bildkunst.
Wissenschaftliche Auskunft:
Privatdozent Dr. Jürgen Wasim Frembgen
Tel. +49 (0)89 210 136 141
juergen.frembgen@mfv.bayern.de |


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Formenwelten der Kalebassen in Afrika
Sonderschau in der Afrika-Dauerausstellung
bis Ende Januar 2010
Kalebassen faszinieren durch die überbordende Vielfalt ihrer Formen und Verzierungen. Durch gezieltes Abbinden der Flaschenkürbispflanze kann die spätere Gestalt einer Kalebasse modelliert werden. Die Art der Muster reicht von Bemalungen über Einbrennungen bis hin zu Intarsien. Sie dienen häufig nicht nur der Dekoration, sondern transportieren auch Bedeutungen.Kalebassen werden auf dem gesamten afrikanischen Kontinent hergestellt und benutzt. Sie dienen als Gefäße, Schalen oder Schöpflöffel für Speisen und Getränke, medizinische und kosmetische Flüssigkeiten. Auch Musikinstrumente, Schnupftabakdosen oder rituelle Objekte werden aus Flaschenkürbissen hergestellt. Die meisten der hier gezeigten Kalebassen waren bislang im Afrika-Depot des Museums lediglich Forschern und interessierten Sammlern zugänglich und werden somit erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.Die kleine Sonderschau, die unter Mithilfe von Lena Siemers realisiert werden konnte, ist bis Ende des Jahres 2009 in der Afrika-Dauerausstellung zu sehen.
Wissenschaftliche Auskunft
Dr. Stefan Eisenhofer
+49 (0)89 210 136 138
stefan.eisenhofer@mfv.bayern.de |

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Mazu
– Chinesische Göttin der Seefahrt. Kolorierte Holzschnitte
von Lin Chih-hsin
Begleitet von Pilgerstäben des Künstlers Ludwig Denk
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung
11. Februar bis 04. Oktober 2009
Lin Chih-hsin (geb.
1936 im Südwesten Taiwans) vollendete das weltweit einmalige
Werk "Die feierliche Begrüßung der Mazu"
nach 20jähriger Arbeit im Jahr 1996.
Die höchst sehenswerte 124 Meter lange kolorierte Holzschnittfolge
zeigt in farbenfrohen Abbildungen eine Prozession zu Ehren von
Mazu, der taiwanesische Göttin der Seefahrt. Alljährlich
finden in Südostchina und auf Taiwan Anfang Mai prachtvolle
Tempelfeste und feierliche Prozessionszüge zu Ehren des Geburtstages
der Göttin Mazu (Ma-tsu) statt, die der Legende nach im 10.
Jahrhundert auf der Insel Meizhou lebte. Als Schutzgöttin
wurde und wird Mazu besonders von Seeleuten und den Bewohnern
der Küstengebiete Chinas und Taiwans verehrt. Sie gilt als
barmherzige Göttin und allgemeine Nothelferin, die unter
anderem auch Reichtum und Kindersegen spendet.
Pilgerstäbe
von Ludwig Denk
Der Pilgerstab ist nicht nur ein Attribut des Pilgers, er ist
auch ein Symbol für die lebenslange Reise des Menschen durch
Raum und Zeit und verbindet Himmel und Erde.
Für den Künstler Ludwig Denk (geb. 1938 in Deggenau/Bayerischer
Wald) entstand aus den beiden Begriffen – Attribut und Symbol
– die Idee, das Thema "Pilgerstäbe" künstlerisch
und kulturenübergreifend umzusetzen. Das vielfältige
Ergebnis dieser sich über die letzten zehn Jahre erstreckenden
Arbeit ist in der Ausstellung zu bewundern.
Wissenschaftliche
Auskunft:
Dr. Bruno Richtsfeld
Tel.: +49 (0)89 210 136 131
bruno.richtsfeld@mfv.bayern.de |
Ausstellungsbesprechung
mit Film der Universität Zürich

zum
Katalog "Mazu" |
850
Jahre München -
450 Jahre Völkerkunde in München
RÜCKSCHAU
Sonderschau mit wechselnden
Exponaten
im Zentralbereich des I. OG
ab 07. Dezember 2007 bis 29. März 2009
Die Sonderschau ist
der Beitrag des Staatlichen Museums für Völkerkunde
zum 850-jährigen Jubiläum der Stadt München und
lässt die 450-jährige Tradition ethnographischen Sammelns
in München lebendig werden. In monatlichem Wechsel werden
einzelne ethnographische Objekte vorgestellt, die über Münchner
Sammler ins Museum kamen.
Wissenschaftliche Auskunft:
Dr. Elke Bujok
Verantwortlich für die Ausstellungsreihe:
Dr. Jean-Loup Rousselot
Tel.: +49 (89) 210 136 128
jean-loup.rousselot@mfv.bayern.de
Rückblick:
Korb, Amazonien; Grabfigur,
Sumatra; Frauenkleid,
Nordamerika; Holz-Panel,
Südafrika; Faltbuch,
Myanmar; Bildteppich,
Iran; Aizen-myôô,
Japan; Vierkantkeule,
Brasilien; Truhe,
Pakistan; Bisondecke,
Nordamerika; Tanzender
Shiva, Indien; "Liebesbrief"
aus Perlen, Südafrika; Buddha
Amitabha , Japan |

Pressetext
zur Sonderschau
450 Jahre Völkerkunde |
Entstanden
im Feuer
Keramik- und Bronze-Objekte von Gerd Knäpper
RÜCKSCHAU
Sonderausstellung
28.05. - 25.10.2009
1943 in Wuppertal geboren, fand Gerd Knäpper nach langen Wanderjahren
durch Europa und die USA in den sechziger Jahren in Japan eine neue
Heimat. Er arbeitete bei verschiedenen Töpfermeistern und gründete
schließlich im berühmten Töpferort Mashiko eine eigene Werkstatt.
Seinen Durchbruch als europäischer Keramiker in Japan hatte Gerd Knäpper
1971, als er in einem Wettbewerb traditioneller japanischer Keramik,
zu
dem die Stücke anonym eingereicht wurden, den ersten Preis unter 500
eingereichten Arbeiten gewann – eine Sensation!
Knäpper nahm Anregungen aus der frühgeschichtlichen Jomon-Keramik
und der traditionellen japanischen Keramik auf und schuf durch geometrische
Umformung und Vereinfachung sein Markenzeichen: Parallelstrichmuster
werden halbkreisförmig übereinandergesetzt oder spiralförmig
in das Gefäß einkerbt, wobei die Keramiken überwiegend mit natürlicher
Ascheglasur versehen sind.
Neben hohen Gefäßen und Vasen stehen
große runde Schalen von bis zu 60 cm
Durchmesser. Auch hier kerbt Knäpper
die Muster in die Oberfläche
ein, wobeiübereinander gelagerte Wellenformen oder
aus der Mitte
heraus laufende fächerartige
Motive charakteristisch sind. Ein weiteres
Arbeitsgebiet sind die bei der Teezeremonie
verwendeten Gefäße.
In Japan genießt Gerd Knäpper als bildender Künstler großes Ansehen:
1986 wurde ihm aus Anlass der 25. Ausstellung » Japan – zeitgenössisches
Kunst-Kunsthandwerk« die Auszeichnung des japanischen Premierministers
verliehen.
Wir danken den Mitveranstaltern und Sponsoren, die die Ausstellung ermöglichten:
Deutsch-Japanische Gesellschaft in Bayern e.V.
D.A.S. Versicherungen, München
ars@vita e.V., Gesellschaft zur Förderung kultureller Zwecke
Wissenschaftliche
Auskunft:
Dr. Bruno Richtsfeld
Tel.: +49 (0) 89 210 136 131
bruno.richtsfeld@mfv.bayern.de |




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